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Grüner Hafer – Wohltat Bei Heuschnupfen Und Nervösen Einschlafstörungen

Grüner Hafer – Wohltat bei Heuschnupfen und nervösen Einschlafstörungen

Ein Feld aus grünem Hafer. Autor: H Zell (B1)

Ein Feld aus grünem Hafer. Autor: H Zell (B1)

Beim Betrachten der Wirkweisen unserer klassischen Teekräuter staunt man nicht selten, welche zeitgemäßen Indikationen und Behandlungsmöglichkeiten in ihnen stecken. Dies ist auch beim grünem Hafer der Fall: Als klassischer Teebestandteil bei erhöhten Harnsäurewerten und zur Stärkung der Nierenfunktion bekannt, leistet er auch gute Dienste bei zwei großen Volksleiden, die wir im Folgenden beschauen wollen. Dies ist insofern beachtlich, da ein Tee aus grünem Hafer eine günstige als auch gesunde Alternative und Ergänzung zu anderen Therapiemöglichkeiten darstellt.

 

 

Grüner Hafer, Linderung bei Heuschnupfen und Allergien

Allergien und Unverträglichkeiten sind ein ständig wachsendes Gesundheitsproblem. Vor allem der klassische Heuschnupfen, die Rhinitis allergica, scheint jedes Jahr mehr Menschen zu plagen und beeinträchtigt deren Lebensqualität für meist mehrere Wochen im Jahr. Individuelle Ausprägung und das von Fall zu Fall unterschiedliche Zusammenspiel von involvierten Kreuzallergenen und Unverträglichkeiten scheinen sich generellen Empfehlungen bei Heuschnupfen zu verwehren. Und doch sieht die Naturheilkunde Gemeinsamkeiten für das Auftreten und Fortbestehen des Heuschnupfens und anderer allergischer Erkrankungen: Die allergene Bereitschaft wird hierbei nicht als vereinzeltes lokales Problem verstanden, das an jener Schleimhaut besteht, wo es Symptome setzt, sondern bei einer allergenen Entzündungsneigung der Schleimhäute fällt der Blick gemäß der naturheilkundlichen Erkenntnis auf die Mutter aller Schleimhäute: Die Darmschleimhaut.

In der Darmschleimhaut sitzt unser Immunsystem und dort können wir das Prinzip der Allergie gut verstehen: Die Darmschleimhaut stellt unsere größte Barriere zwischen Innen- und Außenwelt dar. Damit wir überleben können, muss diese Barriere jedoch durchlässig sein: Nährstoffe, Vitamine, Spurenelemente und Wasser sollen in uns strömen, damit wir uns davon ernähren können. Doch vieles, was sich in unserem Darm befindet, kann für unseren Körper eine Bedrohung darstellen und setzt den Wächter dieser Barriere, das Immunsystem, in eine ständige Wachbereitschaft. Wird ein Stoff fälschlicherweise einmal als gefährlich erkannt, tritt eine sogenannte Sensibilisierung in Kraft, das heißt das Immunsystem wappnet sich gegen diesen Stoff. Kommt es zu einem erneuten Kontakt, ist buchstäblich die Hölle los: Das Immunsystem gerät in Aufruhr und bereitet sich darauf vor, einem fiesen und gemeinen Eindringling gegenüberzutreten: Gewebsbotenstoffe und Immunglobuline alarmieren den ganzen Körper, die Schleimhäute schwellen an, beginnen zu jucken und sich zu röten, Krankheitsgefühl erfasst den Körper. Dieses ganze Drama erweist sich im Falle einer allergischen Reaktion als Fehlalarm: Statt einer Heerschar grimmiger Feinde fiel nur eine Prise Birkenpollen oder ähnliches auf unsere Schleimhaut.

Nun wissen wir also dreierlei: Man müsste die ersten Abwehrzellen, die fälschlicherweise Alarm schreien, beruhigen, man müsste die Entzündungsneigung des Körpers senken und beruhigend auf die Schleimhäute und vor allen Dingen auf die Darmschleimhaut einwirken. All dies lässt sich sehr gut mit einem Tee aus grünem Hafer bewerkstelligen. Das Kraut des grünen Hafers ist für seine entzündungshemmende Wirkung bekannt und wird auch bei allergischen Erkrankungen oder Reizdarm eingesetzt. Der Mix aus wertvollen Inhaltsstoffen, nämlich Triterpensaponinen, Flavonoiden und den erst neueren Datums identifizierten Avenanthramiden, besänftigen ein aus dem Ruder gekommenes Immunsystem, senken die Entzündungsmediatoren und die Symptome der allergischen Erkrankung. Die Mineralstoffe des Haferkrautes, allen voran die biologisch gebundene Kieselsäure stärken zusätzlich die physiologische Funktion der Darmschleimhaut. Ein Tee aus grünem Hafer erreicht die Darmschleimhaut wunderbar, sie wird buchstäblich in ihm gebadet.
Da alle Schleimhäute des Körpers in ständigem Austausch sind – spezialisierte Immunzellen kreisen ständig von Schleimhaut zu Schleimhaut – setzt sich der antiallergische Impuls, den man an der Darmschleimhaut setzt, bis zu den Nasen- und Rachenschleimhäuten fort, welche im Falle eines Heuschnupfens vordergründig in Mitleidenschaft gezogen werden.

Neben der entzündungshemmenden Wirkung auf Haut und Schleimhäute ist der grüne Hafer auch für seine juckreizmildernde Wirkung bekannt, einen Umstand, den man sich auch bei entzündlichen Hauterkrankungen, wie etwa der Neurodermitis, zu Nutze machen kann. Auch beim Heuschnupfen, der klassischerweise mit Juckreiz von Haut und Schleimhaut einhergehen kann, ist dies von Bedeutung.

Wen der Hafer sticht – Energie für nervöse Gemüter

Voll Energie das Haferkorn. Autor: H. Zell (B2)

Voll Energie das Haferkorn. Autor: H. Zell (B2)

Dass Hafer ein exzellenter Energielieferant ist, das lässt sich gut bei den Pferden beobachten: Nehmen Pferde ausreichend Haferkorn zu sich und kommen im Folgenden nicht zu ausreichender Bewegung, dann kann sie der Hafer stechen: Die überschüssige Energie aus dem Haferkorn bauen sie durch ungestüme, hektische Bewegung und hektisches Gebärden ab. Dieses Kraftpotential des Haferkorns empfehlen wir auch geschwächten Menschen, sei es während oder nach einer schweren Erkrankung. Hierfür bereitet man sich täglich einen – je nach Geschmack – süßen oder herzhaften Haferbrei.

Nährt das Haferkorn vor allen Dingen Muskeln und Lebenskraft, so ist der grüne Hafer eine vorzügliche Nahrung für die Nerven. Diese haben bei unserem modernen Lebensstil, der ihnen ein hohes Maß an Flexibilität und Stressresistenz abverlangt, auch eine besondere Kost verdient: Der Tee aus grünem Hafer stärkt das Nervengerüst, macht uns tagsüber konzentrierter und entspannter, ohne uns müde zu machen, und sorgt abends dafür, dass unsere Gedanken nicht – wild gewordenen Pferden gleich – umher springen und sich aufbäumen, sondern in unserer Mitte zur Ruhe kommen. Ein Tee aus grünem Hafer gilt als ein vielfach bewährtes Einschlafmittel, vor allen Dingen bei Menschen, die innere Unruhe und Nervosität von der verdienten Nachtruhe abhält.

Zusammenfassung

Der Tee aus grünem Hafer übt eine angenehme beruhigende Wirkung aus. Dies zeigt sich In seiner Wirkung auf die Haut, auf die Schleimhäute sowie auf unser Nervenkostüm. Der Hafertee stellt einen wichtigen Bestandteil für die naturheilkundliche Hausapotheke dar, besonders wenn man sich mit Heuschnupfen oder nervösen Einschlafstörungen herumschlagen muss.

Eine Tasse Tee aus grünem Hafer wird wie folgt bereitet:
Ein gestrichener Esslöffel grüner Hafer wird mit einem Viertel Liter siedendem Wasser überbrüht. Den Tee lässt man 10 bis 15 Minuten zugedeckt ziehen. Diesen Tee 2 bis 3 MAL täglich nach den Hauptmahlzeiten trinken.
Ein Tipp: Auch wenn wir anraten, medizinische Tees nicht zu süßen, so seien abends – um das Wohlbehagen noch zu verstärken – ein Löffel Honig und ein Schuss Milch erlaubt.

 

Sebastian Vigl Alles Gute für Ihre Gesundheit!

Ein Beitrag von Heilpraktiker Vigl.

 

Allgemeiner Hinweis zu unseren Artikeln: Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die Beiträge in unserem Blog nicht genutzt werden können, Krankheiten selbst zu erkennen und zu therapieren. Hinweise und Tipps, die Sie auf unserer Seite finden, ersetzen keine fachkundige Diagnose und Behandlung. 

 

Bildrechte:

(B1): By H. Zell (Own work) [GFDL or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

(B2): By H. Zell (Own work) [GFDL or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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