Überspringen zu Hauptinhalt
Heilpraktiker Wanitschek & Vigl Berlin, Nansenstraße 31, 12047, Berlin - Telefon: 030/20865594

Professioneller Darmcheck mittels gezielter Stuhlanalyse (Stuhluntersuchung)

Bei einem Darmcheck werden mittels einer umfassenden Stuhluntersuchung verschiedene Parameter bestimmt, die Rückschlüsse auf die Zusammensetzung der Darmflora, auf eventuelle Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder -allergien und auf die Verdauungsleistung des Darms erlauben. Eine solche Stuhluntersuchung hat sich in den letzten Jahrzehnten als wichtiges Diagnoseinstrument etabliert, das einen wesentlichen Beitrag bei der Erstellung zielgerichteter naturheilkundlicher Therapiekonzepte liefert. Ein Darmcheck ist besonders dann anzuraten, wenn die Beschwerden direkt im Verdauungstrakt liegen oder mit einer eventuellen Störung der Darmflora in Verbindung gebracht werden können. Eine eingehende Stuhluntersuchung wird zum Beispiel bei

in Betracht gezogen. Ein professioneller Darmcheck ist für uns der Grundstein für eine erfolgreiche Darmsanierung.

Die Rolle der Darmflora bei der Entstehung und beim Fortbestehen von Erkrankungen

Die nützlichen Bakterien, die den menschlichen Darm in großer Zahl bewohnen, werden als Symbionten bezeichnet, da sowohl Mensch als auch Bakterien von ihrem Gedeihen im Darm profitieren. Die Gesamtzahl aller im Darm lebenden Bakterien wird auch als Darmflora bezeichnet. Besteht diese überwiegend aus Symbionten, so spricht man von einer gesunden Darmflora oder von einem Gleichgewicht der Darmflora. Durch verschiedene Einflüsse wie Stress, Umweltgifte oder Medikamente kann es zu einer Störung dieses Gleichgewichtes kommen. Die Forschung der letzten Jahrzehnte zeigte auf, dass besonders schwer therapierbare Erkrankungen wie zum Beispiel Allergien oder die Neurodermitis in Zusammenhang mit der Besiedlung des Darms zu sehen sind. So können zum Beispiel allergische Reaktionen durch Pilzbesiedlungen (vor allem Candida albicans) getriggert werden. Auch bei Autoimmunerkrankungen wie dem Morbus Hashimoto kann eine gestörte Zusammensetzung der Darmflora in Betracht gezogen werden. Studien zufolge schützt eine intakte Darmflora vor dem Auftreten von Autoimmunprozessen. Auch bei psychischen Erkrankungen wie der Depression wird die Rolle der Darmflora diskutiert. Bisherige Untersuchungen lassen vermuten, dass eine gestörte Darmflora dafür sorgen kann, dass wir uns niedergeschlagen, energielos und antriebslos fühlen.

Erste Hinweis auf eine wesentliche Beteiligung der Darmflora an einem Krankheitsprozess liefern unter anderem Verdauungsbeschwerden wie Durchfälle, Bauchschmerzen oder Blähungen, die begleitend zu den sonstigen Krankheitssymptomen auftreten.

Fäulnisflora und Infektion mit Candida: nicht nur Verdauungsbeschwerden sind möglich

Dass eine gestörte Darmflora Auswirkungen auf den ganzen Körper haben kann, lässt sich gut bei der sogenannten Fäulnisflora (Fäulnisdyspepsie) beobachten. Diese Verdauungsstörung äußerst sich zunächst meist durch einen übelriechenden Stuhl, im weiteren Verlauf können Oberbauchbeschwerden, Blähungen und Durchfälle hinzukommen. Die Beschwerden werden durch Fäulnisprozesse im Darm verursacht, hierbei können sowohl eine unzureichende Verdauung, eine ungesunde Ernährungsweise und die Fehlbesiedlung des Darms eine Rolle spielen. Die Fäulnisflora produziert aus unverdauten Nahrungsbestandteilen feste und gasförmige Stoffe, die unsere Leber, unseren Stoffwechsel und damit auch unsere Gesundheit belasten. Hält dieser Zustand länger an, kann der Allgemeinzustand beeinträchtigt sein. Betroffene klagen unter anderem über Energielosigkeit, Gewichtsverlust, Schwäche und Unwohlsein.

Ähnlich verhält es sich bei Infektionen des Darms mit Hefepilzen (meist Candida albicans), diese Pilze sind natürlicher Teil unserer Darmflora. Sie können jedoch Beschwerden verursachen, wenn das natürliche Gleichgewicht der Darmflora gestört ist und sich die Hefepilze ungestört vermehren. Sie bauen dann Zuckerverbindungen aus der Nahrung zu Gasen (Kohlendioxid) und Fuselalkoholen ab. Das Gas kann Blähbauch, Völlegefühl und Schmerzen im Darmbereich verursachen. Fuselakohole können hingegen die Leber und damit den Stoffwechsel und das Wohlbefinden belasten. Anhaltende Infektionen mit Candida-Pilzen werden unter anderem mit Gelenkbeschwerden, Reizdarm, Energiemangel oder Migräne in Verbindung gebracht.

Was wird bei einem Darmcheck untersucht?

Eine zielgerichtete Stuhluntersuchung spiegelt die Verdauungsleistung und das Innenleben des Darms samt potentieller Störfaktoren wie Antibiotika-Einnahme oder einseitige Essgewohnheiten wider. Anhand der Befunde und Beschwerden unserer Patienten entscheiden wir, welche Parameter untersucht werden können. Die Bestimmung dieser Parameter erlaubt uns eine den individuellen Gegebenheiten angepasste Therapie des Verdauungstraktes, zum Beispiel in Form einer Darmsanierung. Klassische Parameter, die im Rahmen eines Darmchecks erhoben werden, sind unter anderem:

  • Die Zusammensetzung der Darmflora wird anhand eines Screenings nach den häufigsten nützlichen und schädlichen Darmkeimen und Pilzen untersucht. Inklusive Auswertung von Stuhlkonsistenz und Stuhl-pH-Wert.
  • Die Verdauungsleistung wird durch die Bestimmung von Gallensäuren, Verdauungsrückständen und Pankreas-Enzymatik beurteilt.
  • Mittels der Bestimmung von sekretorischem Ig-A lässt sich etwas über die Beschaffenheit des Darm-assozierten-Immunsystems in Erfahrung bringen.
  • Hinweise auf Entzündungsprozesse ergeben sich mittels Screening nach Alpha-1-Antitrypsin und Calprotectin.

Wie wird eine Stuhlprobe entnommen?

Sie bekommen alle notwendigen Testmaterialen von uns, damit Sie die Stuhlprobe zu Hause in entspannter Atmosphäre entnehmen können. Anschließend wird diese unserem Partnerlabor überstellt.

Wir besprechen dann gemeinsam die Ergebnisse des Darmchecks und – wenn notwendig – die Möglichkeiten  einer individuell an Ihre Befunde angepassten Darmsanierung und Ernährungsumstellung.

 

An den Anfang scrollen