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Heilpraktiker Wanitschek & Vigl Berlin, Nansenstraße 31, 12047, Berlin - Telefon: +49 30 20865594

Fachpublikationen – unsere Publikationen in der Fachpresse

Wir setzen uns nicht nur in der Praxis mit den Möglichkeiten der Naturheilkunde auseinander. Auch als Autoren beschäftigen wir uns mit den naturheilkundlichen Therapien. Wir veröffentlichen regelmäßig Artikel in diversen Fachzeitschriften –  unter anderem für den Haug Verlag, den Pflaum Verlag und für den Verlag Volksheilkunde. Auf dieser Seite stellen wir Ihnen unsere bisherigen Publikationen vor. Ein paar davon sind als Volltext einsehbar.

Wichtig: Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die Texte nicht genutzt werden können, Krankheiten selbst zu erkennen und zu therapieren. Nicht alle der in den Artikeln besprochenen Heilpflanzen sind wissenschaftlich gut erforscht, bei nicht allen gilt – gemäß der evidenzbasierten Medizin – ihre Wirksamkeit als bewiesen. Die besprochenen Arzneidrogen kommen zum Teil aus der Volksheilkunde und Erfahrungsmedizin.

Sie möchten lieber einen Blick auf die von uns geschriebenen Ratgeber werfen? Diese finden Sie hier.

 


Vigl S.: Die Hasel in der Phytotherapie

Zusammenfassung/Abstract: In die Rationale Phytotherapie hat der Haselstrauch noch keinen Eingang gefunden. Doch in der Volksmedizin werden die heilkräftigen Eigenschaften von Blättern und Rinde der Pflanze schon seit langem geschätzt. Wuchs und Blattform der Gemeinen Hasel (Corylus avellana) erinnern etwas an die Zaubernuss (Hamamelis virginiana), Letztere wird daher im englischen Sprachraum auch Hexenhasel (witch hazel) genannt (siehe auch Beitrag „Was mache ich mit … Zaubernuss?“, Heilpflanzen 2023; 03(03): 66–69).
Auch in der Heilkunde finden sich Überschneidungen hinsichtlich Anwendungsgebieten und Inhaltsstoffen. Abgesehen davon, dass beide zu verschiedenen botanischen Familien zählen – die Haselnuss zu den Birkengewächsen und die Zaubernuss zu den Zaubernussgewächsen – gibt es einen weiteren entscheidenden Unterschied: Im Gegensatz zur Hexenhasel hat der Haselstrauch noch keinen Eingang in die Rationale Phytotherapie gefunden.

(Artikel erschienen im Thieme Verlag, Heilpflanzen 2024; 04(01): 32-36)


Vigl S.: Die Kraft der Menschenwurzel – Wie Ginseng körperlicher Erschöpfung entgegenwirkt

Zusammenfassung/Abstract: Die Wurzel des Panax Ginseng genannten Efeugewächses erinnert an ein kleines, menschenähnliches Wesen: zu Beginn der Wurzel ein oft abgesetzter Anteil – wie ein kleiner Kopf, dann der verdickte Anteil, der einem Rumpf gleicht, und schließlich viele kleine Seitenwurzeln – wie Extremitäten. Das Aussehen führte wohl zu seinem Namen, denn der chinesische Ginseng lässt sich am besten mit „Menschenwurzel“ übersetzen. Die Menschenwurzel steht uns aber nicht nur ihrer Gestalt nach nahe, sondern auch ihrer Wirkung nach. Ginseng fördert unseren Energiestoffwechsel – über 25 klinische Studien zeigten seine leistungssteigernden, stresslindernden, regenerationsfördernden und erschöpfungswidrigen Eigenschaften. Kommission E, ESCOP und HMPC befürworten den Einsatz der Wurzel als Tonikum bei Schwäche und Erschöpfung. Die Wirksamkeit bei diesen Indikationen gilt als gesichert, der dafür zugrunde liegende Wirkmechanismus ist jedoch noch nicht vollständig geklärt. Mehrere wirksame Aspekte dürften hier synergetisch zusammenwirken [Jin, 2020].

(Artikel erschienen im Thieme Verlag, Heilpflanzen 2024; 04(01): 30-31)


Wanitschek A.: Mönchspfeffer bei PMS: Starke Wirkung und starke Evidenz

Zusammenfassung/Abstract: Diverse aussagekräftige klinische Studien zeigen eine gute Verträglichkeit und Wirksamkeit von Mönchspfefferextrakten bei PMS, Mastodynie (Schmerzen oder Spannungsgefühle der weiblichen Brust) und Regeltempoanomalien (zu häufige oder zu seltene Monatsblutung). Hierfür dürfte die vielfältige Wirkung der Pflanze auf den Hormonhaushalt verantwortlich sein. An der Küste und an Flussläufen Westasiens und des Mittelmeers wächst der Mönchspfeffer (Vitex agnus castus), oft in dichten, bis zu 5 m hohen Beständen. Medizinisch angewendet werden die braunen, scharf schmeckenden Früchte (Agni casti fructus), die neben ätherischem Öl (mit den Hauptkomponenten 1,8-Cineol, Limonen, Alpha- und Beta-Pinen), Diterpene, Flavonoide und Iridoide enthalten. Die Bezeichnung Keuschlamm, Mönchspfeffer oder Keuschbaum verweist auf die ehemalige Verwendung der Früchte als Anaphrodisiakum. Seit der Antike findet der Mönchspfeffer auch bei Frauenleiden Anwendung [Certo, 2017]. Heute ist die Heilanzeige prämenstruelles Syndrom in den offiziellen Monografien von HMPC, ESCOP und Kommission E enthalten. Kommission E und ESCOP führen auch Regeltempoanomalien und Mastodynie unter den Anwendungsmöglichkeiten, was auch durch Studien belegt ist.

(Artikel erschienen im Thieme Verlag, Heilpflanzen 2023; 03(04): 28-32)


Wanitschek A.: Prämenstruelles Syndrom: Die Tage vor den Tagen ernst nehmen

Zusammenfassung/Abstract: Beschwerden, die vor der Monatsblutung auftreten, sind ein eindrückliches Beispiel dafür, wie schwer es Medizin und Gesellschaft fiel (und zum Teil noch fällt), Frauenleiden ernst zu nehmen. Erst 1931 findet sich die erste Erwähnung von prämenstruellen Beschwerden (PMS) in der Fachpresse durch die Psychoanalytikerin Karen Horney. Die in den folgenden Jahrzehnten einsetzende Kenntnis des weiblichen Hormonhaushalts führte allmählich zu der Erkenntnis, dass die Vielzahl von Beschwerden vor der Regelblutung eine organische Ursache haben muss. Die genaue Ursache ist jedoch bis heute ungeklärt, liegt aber wahrscheinlich im veränderten Hormonhaushalt in der zweiten Zyklushälfte nach dem Eisprung. Der weibliche Körper bildet dann vermehrt das Gelbkörperhormon Progesteron, das zusammen mit seinen Abbauprodukten andere Hormone und Botenstoffe beeinflusst und dadurch Beschwerden verursachen kann. Oft spielt auch ein hoher Prolaktinspiegel eine Rolle. Das in der Hypophyse gebildete Hormon Prolaktin kann unter anderem die Balance zwischen Progesteron und Östrogenen stören.

(Artikel erschienen im Thieme Verlag, Heilpflanzen 2023; 03(04): 28-32)


Vigl S.: Mönchspfeffer und die Dopaminrezeptoren der Hypophyse

Zusammenfassung/Abstract: Mönchspfeffer kann hohe Prolaktinspiegel senken und damit bei PMS helfen. Denn seine dopaminähnlichen Wirkstoffe greifen in den Prolaktinhaushalt der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) ein. Das Hormon Prolaktin wird von speziellen Zellen in der Hypophyse gebildet. Diese werden auch laktotrope Zellen genannt. Laktotrop bedeutet „die Milchbildung fördernd“. Dies ist ein Verweis auf die Hauptwirkung des Prolaktins: Es fördert das Wachstum der Brustdrüsen und deren Milchproduktion. Daneben hemmt ein hoher Prolaktinspiegel die Libido und – durch die Unterdrückung des Eisprungs – die Fruchtbarkeit, und er spielt eine Rolle bei der Entstehung von PMS-Beschwerden. Eine physiologische, kurzzeitige Erhöhung des Prolaktinspiegels hat auch positive Auswirkungen: Sie sorgt für Regeneration, indem sie müde macht. Nach Mahlzeiten, sportlichen Anstrengungen und besonders während der Schlafphase steigt der Prolaktinspiegel.

(Artikel erschienen im Thieme Verlag, Heilpflanzen 2023; 03(04): 33)


Vigl S.: Uromodulin und Schachtelhalm: neue Wirkweise bei Blasenentzündungen entdeckt?

Zusammenfassung/Abstract: Die Studie der Universität Münster liefert ein wichtiges Puzzlestück, das dem besseren Verständnis der Wirkung von Schachtelhalm bei Blasenentzündungen dienen dürfte. Der in der Studie verwendete Trockenextrakt wurde mit Wasser hergestellt, das Wirkprinzip für die uromodulinsteigernden Effekte muss demnach auf wasserlöslichen Inhaltsstoffen beruhen und dürfte sich damit auch bei der Teetherapie einstellen.

Die Aussagekraft der Studie ist jedoch aufgrund der geringen Probandenzahl limitiert. Weitere Studien werden zeigen, ob die beobachteten uromodulinsteigernden Eigenschaften bei Menschen mit Blasenentzündungen von therapeutischer Relevanz sind.

(Artikel erschienen im Thieme Verlag, Heilpflanzen 2023; 03(04): 57)


Vigl S.: Die deutsche Mate: Anwendungsmöglichkeiten der heimischen STECHPALME (Ilex aquifolium)

Zusammenfassung/Abstract: Die Blätter des Mate-Strauchs (Ilex paraguariensis) erfreuen sich großer Beliebtheit. Getränke mit der in Südamerika heimischen Pflanze erfrischen nicht nur, sie bringen auch eine Reihe von positiven Eigenschaften mit. Die Kommission E empfiehlt Mateblätter bei geistiger und körperlicher Ermüdung, daneben zeigten mittlerweile mehr als ein Dutzend klinischer Studien positive Effekte auf das Herz-Kreislauf-System, bei Diabetes, erhöhten Blutfettwerten oder Adipositas. (1) Färbt der Erfolg des Mate-Strauchs vielleicht auf eine einheimische Verwandte ab, die bis vor Kurzem als deutsche Mate bezeichnet wurde? In der Tat zeigt die bei uns heimische Stechpalme (Ilex aquifolium) ähnliche Eigenschaften – doch ihre Anwendung ist bis jetzt nicht uneingeschränkt möglich.

(Artikel erschienen im Thieme Verlag, Deutsche Heilpraktiker-Zeitschrift 2023; 18(06): 48-51)


Vigl S.: Schotten dicht machen: Wie Rosengerbstoffe bei akuter Durchfallerkrankung helfen

Zusammenfassung/Abstract: Tritt bei einem Schiff ein Leck auf, können an Bord die Schotten dicht gemacht werden. Diese Trennwände verhindern, dass eintretendes Wasser das ganze Schiff flutet und zum Sinken bringt. Eine phytotherapeutische Entsprechung für diese Barrierefunktion findet sich in einzelnen Vertretern unserer Hecken. Die Rosengewächse der Hecke sind wie die meisten Rosengewächse reich an verschiedenen Gerbstoffen, insbesondere deren Unterfamilie Rosoideae, zu denen die Heilpflanzen dieses Beitrags zählen. Typischerweise finden wir in den Rosoideae nicht nur Catechingerbstoffe, sondern auch Gerbstoffe vom Elagitannin- und Gallotannin-Typ. Die beiden letzteren werden aus Ellagsäure, bzw. Gallussäure gebildet und sind bereits in kaltem Wasser gut löslich…

(Artikel erschienen im Thieme Verlag, Heilpflanzen 2023; 03(03): 22-27)


Wanitschek A., Vigl S.: Iriskonstitutionen in der Pflanzenheilkunde

Zusammenfassung/Abstract: Die Zuordnung augendiagnostischer beziehungsweise iridologischer Zeichen zu Heilpflanzen stellt einen wesentlichen Grundstein der personalisierten Phytotherapie nach dem System des Heilpraktikers Klaus Krämer dar. Augenfarbe der Patient*innen und Konstitutionsanalyse ermöglichen uns dabei, die individuelle Reaktions- und Krankheitsneigung zu berücksichtigen. Wir erhalten Hinweise, warum ein Mensch erkrankt und wie er gesunden kann. Die Bestimmung der Konstitution mithilfe der Augendiagnose ist demnach ein wichtiges Kriterium für die Wahl des pflanzlichen Heilmittels, wenn wir aus dem großen pflanzlichen Arzneischatz schöpfen, um etwa eine Teetherapie zu konzipieren. Schon ein erster kurzer Blick ins Auge unserer Patient*innen er- laubt einen Rückschluss auf evolutionär bedingte Spezifikationen. Diese können einbezogen werden, um die Teetherapie zu konzi- pieren. Der Heilpraktiker Klaus Krämer lehrte ein System, das heute viele seiner Schüler*innen fortführen. Es ermöglicht uns, die individuelle Reaktions- und Krankheitsneigung der 3 Iriskonstitutionen in der Phytotherapie zu berücksichtigen.

(Artikel erschienen im Thieme Verlag, Deutsche Heilpraktiker-Zeitschrift 2023; 18(04): 64-69) Volltext: Praxis_Phytotherapie_Vigl_Wanitschek_Online-PDF


Vigl S.: Sand-Strohblumentee für die Darmgesundheit – neue Studie

Zusammenfassung/Abstract: Die Teetherapie ist eine der verbreitetsten phytotherapeutischen Behandlungsoptionen. Leider tritt sie in der modernen Phytotherapie in den Hintergrund. Gerade Studien bevorzugen – meist aus gut nachvollziehbaren Motiven wie dem Fehlen von wirtschaftlichem Interesse und standardisiertem Wirkstoffprofil beim Tee – das Forschen mit Präparaten. Umso erfreulicher ist es, wenn auch mal eine Teetherapie Berücksichtigung findet und dazu noch positive Ergebnisse liefert wie in den Untersuchungen der Universität Primorska in Slovenien. Eine dort ansässige medizinische Forschungsgruppe beschäftigte sich bereits mehrfach mit den Wirkungen eines Tees aus Strohblumenblüten. Sie konnte nachweisen, dass die Italienische Strohblume (Helichrysum italicum) und die bei uns gebräuchlichere Sand-Strohblume (Helichrysum arenarium) positive Auswirkungen beim metabolischen Syndrom zeigen. Zum metabolischen Syndrom zählen u.a. Übergewicht, Bluthochdruck sowie Zucker- und Fettstoffwechselstörungen. Die Einnahme von Stohblumentee zeigte positive Auswirkungen auf das Körpergewicht, die Darmflora, die Fettmasse und die Blutfettwerte. (1)(2)

(Artikel erschienen im Thieme Verlag, Heilpflanzen 2023; 03(02): 37)


Wanitschek A.: Leben auf Sparflamme – Wenn die Schilddrüse zu wenig Hormone produziert

Zusammenfassung/Abstract: Aufgrund der Vielzahl der Symptome kommt es immer wieder zu falschen Diagnosen. Gerade die Gewichtszunahme (meist trotz nachlassendem Appetit) führt nicht selten zu Stigmatisierung und Fehldiagnosen: Betroffene bekommen im persönlichen Umfeld, aber auch in Praxen oder Kliniken, zu hören, sie müssten ihre Ernährung umstellen und sich mehr bewegen, um das vermeintliche lebenstilbedingte Übergewicht in den Griff zu kriegen. Bei Frauen kann eine Hypothyreose unentdeckt bleiben, wenn Ärzte die Beschwerden als Befindlichkeitsstörungen oder Wechseljahresbeschwerden verkennen. Auch bei älteren Menschen sind Fehldiagnosen möglich: Sie zeigen oft nur wenige Symptome, die dann als Depression oder Demenz falsch gedeutet werden können. Fehldiagnosen lassen sich vermeiden, indem bei entsprechenden Beschwerden auf eine gute Hormondiagnostik (siehe unten) geachtet wird.

(Artikel erschienen im Thieme Verlag, Heilpflanzen 2023; 03(02): 18-22)


Wanitschek A.: Mit dem Küstentee die Schilddrüse anfeuern

Zusammenfassung/Abstract: Die Schilddrüse gibt den Takt unseres Stoffwechsels vor. Arbeitet dieses Metronom zu langsam, ist ein pflanzenheilkundlicher Ausflug an die Küsten Europas sinnvoll. Dort wachsen Pflanzen, die die Aktivität der Schilddrüse fördern und bei Beschwerden der Hypothyreose hilfreich sein könnten. Das Leben entstand im Meerwasser. Und die meisten Lebewesen haben es eigentlich bis heute noch nicht verlassen: auch wir Menschen nicht. Denn als unsere tierischen Vorfahren vor ungefähr 300 Millionen Jahre vom Wasser auf das Land siedelten, blieben ihre Zellen in einer meergleichen Umgebung. Und sind es bis heute: Die Zusammensetzung unseres Blutplasmas und auch der extrazellulären Gewebeflüssigkeit entspricht bis ins Detail der Zusammensetzung des Meeres. Das betrifft vor allem das Mengenverhältnis von Mineralstoffen wie Natrium, Chlorid, Kalium und Kalzium, deren elektrische Ladung essentiell für die Regulierung von Zellstoffwechsel, Muskel- und Nervenfunktionen ist.
Weicht das Verhältnis dieser Elektrolyte auch nur minimal von dem des Meereswassers ab, kann dies gravierende Folgen haben. Ein Zuviel oder ein Zuwenig an Kalium kann zum Beispiel in kurzer Zeit lebensbedrohlich werden. Verschiedene Organe wie die Nieren und Hormone wie das Aldosteron sorgen dafür, dass unsere Zellen sich stets in einer meergleichen Umgebung befinden.

(Artikel erschienen im Thieme Verlag, Heilpflanzen 2023; 03(02): 24-29)


Vigl S.: Von der Alge zur Schilddrüse – Wie Meeresjod in die Schilddrüsenhormone gelangt

Zusammenfassung/AbstractMeerwasseralgen und unsere Schilddrüse haben etwas gemeinsam: Beide fischen Iod aus der sie umgebenden Flüssigkeit. Die Alge aus dem Meer, die Schilddrüse aus dem Blut. Konsumieren wir Algen, wird ein Teil ihres Iods für die Bildung von Schilddrüsenhormonen verwendet. Iod spielt eine zentrale Rolle im Schilddrüsenstoffwechsel. Eine zu hohe Versorgung mit Iod kann zu einer Überfunktion der Schilddrüse führen. Ein Iodmangel begünstigt nicht nur zu einer Unterfunktion, sondern auch längerfristig eine Vergrößerung des Organs. Eine gezielte Versorgung mit Iod ist daher besonders in Iodmangelgebieten wichtig. Iodmangelgebiete liegen typischerweise meerfern. Liegt eine Region nahe am Meer, sorgen Algen für ihre Versorgung mit Iod: In Küstennähe gibt es für Algen stressauslösende Faktoren wie direkte Sonneneinstrahlung oder Wellenbewegung. Diese veranlassen Algen zur Freisetzung von anorganischen Iodverbindungen, die in Form von Gasen in die Atmosphäre und mit Niederschlägen in die Nahrungskette meeresnaher Regionen gelangen [Gärtner, 2015][Smyth, 2021].

(Artikel erschienen im Thieme Verlag, Heilpflanzen 2023; 03(02): 30-31)


Wanitschek A.: Pflanzliche Hilfe für das kleine Becken

Zusammenfassung/Abstract: Eine, meist vegetativ bedingte, Minderdurchblutung des kleinen Beckens der Frau kann zu Beschwerden wie Libidomangel, Menstruationsstörungen, Vaginaltrockenheit, Wechseljahresbeschwerden und Unfruchtbarkeit führen. Dies zeigt sich iridologisch (bei der Augendiagnose) als Hinweis unter anderem mit dunklem Hautring, Lakunen und charakteristischen Abdunkelungen. Heilpflanzen unterstützen in unterschiedlichen Zubereitungen die Beckendurchblutung, Blutbildung, Parasympathikus- und Uterusaktivität, Entspannung, Lust, Östrogen- und Progesteronproduktion. Im vorgestellten Fall wurden Fruchtbarkeitsstörungen in Verbindung mit Stressbeschwerden und Hypothyreose mit Phytotherapeutika und Probiotika erfolgreich und bis zum erfüllten Kinderwunsch behandelt.

(Artikel erschienen im Thieme Verlag, Deutsche Heilpraktiker-Zeitschrift 2023; 18(03): 32-37)


Vigl S.: Von den Gehwegen für die Harnwege – Trittpflanzen bei Zystitis

Zusammenfassung/Abstract: Die Harnwege und unsere Gehwege haben etwas gemein: Sie sind extreme Lebensräume. Pflanzen, die den widrigen Umständen auf den Gehwegen trotzen, helfen uns, wenn Keime die Abwehrmechanismen in den Harnwegen überwinden. Selbst wer sich nicht für Heilpflanzen interessiert, kommt fast täglich mit ihnen in Kontakt. Denn sie wachsen dort, wo wir laufen: auf unseren Gehwegen – zwischen den Pflastersteinen, aus den Asphaltfugen und auf Trampelpfaden.

Unsere Gehwege sind botanische Extremstandorte. Wer hier bestehen will, muss nicht nur unserem gelegentlichen Tritt, sondern auch extremer Hitze, Dürre, Überschwemmungen, Überdüngung (zum Beispiel Hundeurin) und verdichtetem Boden trotzen.

(Artikel erschienen im Thieme Verlag, Heilpflanzen 01-2023)


Vigl S.: Wasser marsch! Wie Kalium die Urinbildung anregt

Zusammenfassung/Abstract: Heilpflanzen wie Löwenzahn (Taraxacum officinale) haben eine harntreibende Wirkung. Dafür ist vor allem der hohe Kaliumgehalt verantwortlich. Doch wie kommt die erhöhte Wasserausscheidung in den Nieren zustande?

Bereits vor 100 Jahren vermuteten Wissenschaftler, dass sich Kalium positiv auf den Blutdruck auswirkt. Diese Vermutung konnten seither viele Studien bestätigen. Eine ausreichende Kaliumzufuhr kann Menschen mit einem erhöhten Blutdruck oder Ödemen zugutekommen. Ungeklärt war lange der zugrundeliegende Wirkmechanismus.

Studien der letzten Jahrzehnte zeigen: Die entscheidende Wirkung entfaltet Kalium in der Niere. Dort regt es eine vermehrte Wasserausscheidung an. Für das Verständnis seiner Wirkung ist die Kenntnis der Harnbildung hilfreich.

(Artikel erschienen im Thieme Verlag, Heilpflanzen 01-2023)


Vigl S.: Ruhig Blut – Stresshormone im Gleichgewicht dank Rosenwurz

Zusammenfassung/Abstract: Die Rosenwurz (Rhodiola rosea) ist vor allem wegen ihrer reduzierenden Wirkung bei Stress geschätzt. Neuere Forschungen zeigen, dass die Wirkstoffe der Rosenwurz direkt im Steuerzentrum des vegetativen Nervensystems ansetzen: dem Hypothalamus. Diese im Zwischenhirn gelegene Region reguliert unter anderem Schlaf, Sexualität, Körpertemperatur, Hunger und Blutdruck. Der Hypothalamus wird auch aktiv, wenn uns Situationen oder Reize begegnen, die uns stressen. Bei Kontakt mit Stressoren aktiviert der Hypothalamus die sogenannte „Stressachse“, den hormonellen Regelkreis von Hypothalamus, Hypophyse und Nebennierenrinde, der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse und – analog zur englischen Bezeichnung hypothalamic-pituitary-adrenal-axis – auch HPA-Achse genannt wird…

(Artikel erschienen im Thieme Verlag, Heilpflanzen 03-2022)


Vigl S.: Die Heilkraft der Fieberbäume – Heilpflanzen gegen die rheumatische Arthritis

Zusammenfassung/Abstract: Die Suche nach Heilpflanzen, die sich zur Behand­ lung der rheumatoiden Arthritis eignen, führt hoch hinaus. Denn in Rinde, Blättern und Blüten be­stimmter Bäume sind Wirkstoffe zu finden, die nicht nur Fieber senken, sondern auch Schmerzen und Entzündungen lindern können. Heilpflanzen stehen oft Modell bei der Entwicklung von Medikamenten. Insgesamt sind rund ein Drittel aller zu­ gelassenen Arzneimittel von Naturstoffen inspiriert – die meisten davon sind pflanzlichen Ursprungs. Doch die Be­ziehung von Schulmedizin und Pflanzenwissen muss nicht einseitig sein. Rheumatoide Arthritis ist das beste Beispiel: Hier hilft die Kennt­ nis der schulmedizinischen Wirkstoffe bei der Suche nach geeigneten Heilpflanzen.

(Artikel erschienen im Thieme Verlag, DHZ 02-2022)


Wanitschek A.: Pflanzliche Begleiterinnen in einen neuen Lebensabschnitt

Veränderungen der VAGINALSCHLEIMHAUT in den WECHSELJAHREN: Wie kann die Phytotherapie bei hervorgehenden Beschwerden helfen? Zusammenfassung/Abstract: Die Wechseljahre sind eine besondere Zeit. Wenn Beschwerden im Vordergrund stehen, ist es schwer, sich auf diese neue Phase einzulassen. Dann können Heilpflanzen zur Seite stehen. Für die innerliche Therapie der vaginalen Atrophie kombiniere ich meist hochdosierte Pflanzenpräparate mit einer Teekomposition. Letz- tere bietet weniger einzelne Wirkstoffe in hoher Dosis, dafür eine breite Anzahl an hilfreichen Wirkprinzipien. Unterstützend ist die äußerliche Anwendung mit Heilpflanzen sinnvoll. Die Phytotherapie bietet verschiedene Möglichkeiten, um Beschwerden der Vaginalschleimhaut in den Wechseljahren zu lindern.

(Artikel erschienen im Thieme Verlag, Deutsche Heilpraktiker Zeitschrift 1/22)


Vigl S.: Radikaler Schwefel: ein Schwefelatom macht Senföle scharf

Zusammenfassung/Abstract: Senfölglykoside (Glucosinolate) aus Pflanzen sind stabile und inaktive Verbindungen. Biologisch wirksam sind die aus ihnen hervorgehenden, stechend riechenden und scharf schmeckenden Senföle (Isothiocyanate). Ihre Wirkung verdanken sie ihrem Schwefelatom.
Um ihre Wirkung bei Infektionen der Atem- oder Harnwege zu verstehen, hilft es, den Weg nachzuvollziehen, den sie im Körper nehmen. Bei einzelnen Senfölen ist das hinreichend geklärt, dazu zählt das stechend riechende Benzylsenföl (Benzylisothiocyanat), das für die Wirkung von Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus), Kresse (Lepidium sativum), Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata), Acker-Senf (Sinapis arvensis) oder den Samen der Papaya (Carica papaya) mit verantwortlich ist.

(Artikel erschienen im Thieme Verlag, Heilpflanzen 04-2021)


Vigl S.: Aufbauen statt aufputschen. Individuelle Phytotherapie bei Müdigkeit – Nicht immer ist anregen die beste Wahl, manchmal führen auch sedierende Pflanzen zum Ziel

Zusammenfassung/Abstract: „Und ich bin müde.“ In manchen Anamnesegeprächen klingt dieser Satz dieser Satz fast wie eine Beichte. Als wäre Energielosigkeit ein Makel, den unserer Leistungsgesellschaft schnell fehlende Einsatzbereitschaft attestiert. Oder ein persönliches Versagen, dass wir Dinge nicht tun können, die andere oder wir von uns verlangen.
Müdigkeit ist ein wachsendes Problem – nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für die Gesellschaft. Aufputschende Wirkstoffe wie die Purinalkaloiden bringen kurzfristige Entlastung, verzögern und verstärken langfristig häufig aber den energetischen Kollaps wie Burnout. Eine sichere Wahl sind meiner Erfahrung nach Adaptogene wie die Rosenwurz. Auf den individuellen Energiehaushalt abgestimmte Rezepturen können die Rosenwurztherapie sinnvoll ergänzen und Aspekte wie Leberstoffwechsel, Mineralstoffwechsel oder vegetatives Nervensystem berücksichtigen.

(Artikel erschienen im Thieme Verlag, Deutsche Heilpraktiker Zeitschrift 06-2021)


Wanitschek A.: Bunte Phytoöstrogene. Mit Isoflavonen gut durch die Wechseljahre

Zusammenfassung/Abstract: Kommt es in den Wechseljahren durch ein Absinken des Östrogenspiegels zu Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, depressive Verstimmung oder Gewichtszunahme, können Isoflavone hilfreich sein. Diese pflanzlichen Farbstoffe zählen zu den sogenannten Phytoöstrogenen, da sie an Östrogenrezeptoren binden. Warum bilden Pflanzen eigentlich Stoffe, die dies können? Eine Pflanze der heimischen Wiesen liefert uns exemplarisch Antworten: der Rotklee (Trifolium pratense). Die auch als Wiesenklee bekannte Pflanze wäre ein lohnender Leckerbissen für Weidetiere, sie ist – im Gegensatz zu anderer Pflanzennahrung – wie viele Hülsenfrüchtler reich an Proteinen. Im Laufe der Evolution konnten sich Rotklee und seine nahen Verwandten durch bestimmte Stoffe ihren Fraßfeinden zur Wehr setzen: den Isoflavonen.

(Artikel erschienen im Thieme Verlag, Heilpflanzen 02-2021)


Vigl S.: Die Heilkraft der Fieberbäume – Heilpflanzen gegen die rheumatische Arthritis

Zusammenfassung/Abstract: Die Suche nach Heilpflanzen, die sich zur Behand­ lung der rheumatoiden Arthritis eignen, führt hoch hinaus. Denn in Rinde, Blättern und Blüten be­stimmter Bäume sind Wirkstoffe zu finden, die nicht nur Fieber senken, sondern auch Schmerzen und Entzündungen lindern können. Heilpflanzen stehen oft Modell bei der Entwicklung von Medikamenten. Insgesamt sind rund ein Drittel aller zu­ gelassenen Arzneimittel von Naturstoffen inspiriert – die meisten davon sind pflanzlichen Ursprungs. Doch die Be­ziehung von Schulmedizin und Pflanzenwissen muss nicht einseitig sein. Rheumatoide Arthritis ist das beste Beispiel: Hier hilft die Kennt­ nis der schulmedizinischen Wirkstoffe bei der Suche nach geeigneten Heilpflanzen.

(Artikel erschienen im Thieme Verlag, Heilpflanzen 01-2021)


Wanitschek A.: Pflanzliche Entzündungshemmer bei der rheumatoiden Arthritis

Zusammenfassung/Abstract: Pflanzliche Entzündungshemmer wie Brennnessel, Esche, Hopfen, Weide oder Hagebutte können dazu führen, dass weniger potentiell schädliche NSAR in der Behandlung der rheumatoiden Arthritis eingesetzt werden müssen. Ihre Wirksamkeit und Sicherheit ist gut erforscht und sie bieten neben ihrer entzündungshemmenden Eigenschaften noch weitere für die Betroffenen positive Wirkungen. Sie lindern auch Schmerzen, schützen Leber- und Nierenzellen, reduzieren oxidativen Stress und können bei Schlafstörungen und Ängstlichkeit hilfreich sein. Um eine möglichst breite Wirkung zu erzielen, lohnt es sich, verschiedene entzündungshemmende Arzneidrogen miteinander zu kombinieren.

(Artikel erschienen im AKOM.media, AKOM 08-2021)


Wanitschek A.: Das Endocannabinoid-System bei Erkrankungen des Darms berücksichtigen

Zusammenfassung/Abstract: Das Endocannabinoid-System ist ein aussichtsreicher Ansatz für die Therapie von Darmerkrankungen wie zum Beispiel Reizdarm. Therapeut:innen und Betroffene müssen jedoch nicht warten, bis entsprechende Medikamente auf dem Markt sind. Schon jetzt lässt sich das Endocannabinoid-System bei der Behandlung von Darmerkrankungen sinnvoll berücksichtigen.

 

(Artikel erschienen im AKOM.media, AKOM 09-2020)


Vigl S.: Natürlich gut drauf – Gesunder Rausch und mehr Leistung mit Rohkakao

Zusammenfassung/Abstract: Schokolade sorgt für einen kurzzeitigen Kick an guter Laune und Energie. Stärker, länger und gesünder wirkt ihre Ausgangssubstanz – die rohe Kakaobohne. Aus Rohkakao lässt sich ein anregendes Getränk zubereiten, das sowohl natürliche Partydroge als auch wirkungsvolles Heilmittel sein kann.
Dass Kakao (Theobroma cacao) eine der ältesten Heilpflanzen ist, mag nicht verwundern – 2018 fand ein Forschungsteam Kakaoreste in einer über 5 500 Jahre alten Siedlung im Hochland von Ecuador. Erstaunlich ist, dass die Früchte des Kakaobaumes auch zu den am besten erforschten Naturheilmitteln zählen – unter anderem bei Erschöpfung.

(Artikel erschienen im Pflaum Verlag,Naturheilpraxis 03-2021)


Vigl S.: So kann Cannabidiol (CBD) bei Brustkrebs helfen

Naturheilpraxis, Pflaum VerlagZusammenfassung/Abstract: Brustkrebs ist häufig, in Deutschland ist eine von acht Frauen im Laufe ihres Lebens mit dieser Diagnose konfrontiert. Immer mehr Patientinnen wenden CBD bei Brustkrebs an. Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung zeigen, dass der Hanfwirkstoff antitumorale Eigenschaften hat und die Krebstherapie sinnvoll ergänzen könnte. Je aggressiver ein Brustkrebs, desto mehr könnte er auf CBD ansprechen. Erst klinische Studien werden uns jedoch das Potential von CBD als Krebsmedikament zeigen. Bis dahin können seine antidepressiven, entzündungshemmenden, angstlösenden und schlaffördernden Wirkungen bei der Behandlung von Brustkrebspatientinnen berücksichtigt werden.

(Artikel erschienen im Pflaum Verlag,Naturheilpraxis 06-2020, online ersichtlich für Abonennten im Archiv des Pflaum Verlages)


Vigl S.: Den Stoffwechsel befeuern. Heilpflanzen bei Hashimoto, Fallbeispiel

Zusammenfassung/Abstract: Bei einer Hypothyreose ist der TSH-Wert erhöht, oft wird Levothyroxin zur Normalisierung der Werte eingesetzt. Ursache kann zum Beispiel eine Autoimmun-Thyreoiditis sein. Wenn bei einer Hypothyreose durch eine Levothyroxin-Therapie die TSH-Werte im Normbereich sind, können dennoch Hypothyreose-ähnliche Symptome auftreten – so auch im vorliegenden Fall. Teedrogen und Mikronährstoffe konnten im vorliegenden Fall die Hypothyreose-ähnlichen Symptome bei normalem TSH-Wert lindern. Die Patientin konnte Levothyroxin mit ärztlicher Begleitung ausschleichen.

 

(Artikel erschienen im Haug Verlag, Deutsche Heilpraktiker-Zeitschrift 03-2019) 


Vigl S.: Entzündet oder überaktiv? REZIDIVIERENDE ZYSTITIS UND REIZBLASE

Zusammenfassung/Abstract: Für die naturheilkundliche Behandlung von rezidivierender Zystitis und der Reizblase stehen verschiedene Arzneidrogen zur Verfügung, die sich in der Praxis und in einzelnen Studien bewährt haben. Die Kombination verschiedener Arzneidrogen in einer Teerezeptur nutzt die therapeutische Synergie unterschiedlicher Wirkaspekte. Eine Teerezeptur kann zu- dem sowohl der individuellen Symptomatik, als auch den konstitutionellen Eigenheiten angepasst werden.

 

(Artikel erschienen im Haug Verlag, Deutsche Heilpraktiker-Zeitschrift 05-2019) 


Vigl S.: Ratanhia – der Helfer aus den Anden

Zusammenfassung/Abstract: Hipólito Ruiz López (1754-1815) lernte im ausgehenden 18. Jahrhundert im heutigen Peru die Pflanze Ratanhia kennen. Die dortige Bevölkerung verwendete sie vor allem als Zahnerhaltungsmittel. Nachdem die Pflanze in Europa immer mehr Verwendung gefunden hat, sprachen sich mehrere europäische Ärzte für den Einsatz der Droge aus, un- ter anderem als blutstillendes Mittel und zur Behandlung von Erkrankungen der Mundhöhle und Hämorrhoiden. Ihre stark rot färbende Wurzel verwendete man außerdem, um Wein oder Franzbranntwein zu färben. Im ersten Weltkrieg war in Deutschland die Versorgung mit Ratanhia erschwert. Ärzte und Bevölkerung nahmen mit der Blutwurz vorlieb, einer Pflanze mit vergleichbarer Wirkung und ähnlichen Inhaltsstoffen.

(Artikel erschienen im Haug Verlag, Deutsche Heilpraktiker-Zeitschrift 07-2018)


Vigl S.: Phytotherapie bei Gonarthrose

Zusammenfassung/Abstract

Bei der Gonarthrose können verschiedene phytotherapeutische Strategien verfolgt werden.

Dazu zählen die Hemmung von Schmerzen und Entzündungsvorgängen, die Mineralisierung des Gelenks, die Förderung der Durchblutung und die Regulierung des Säure-Basen-Haushaltes.

(Artikel erschienen im Haug Verlag, Deutsche Heilpraktiker-Zeitschrift 05-2018)


Vigl S.: Neurodermitis bei Kindern: das Endocannabinoid-System beachten

Zusammenfassung/Abstract: Das Endocannabinoid-System liefert einen neuen therapeutischen Ansatzpunkt bei Neurodermitis-Patienten. Seine Beeinflussung erlaubt eine Regulation von wesentlichen Aspekten der Erkrankung, insbesondere von Entzündungsvorgängen, Synthese von Hautfetten, Juckreiz und psychischen Folgen.

Neben Substanzen wie Cannabidiol oder Palmitoylethanolamid können auch Faktoren des Lebensstils für die therapeutische Intervention genutzt werden.

(Artikel erschienen im Verlag Volksheilkunde, Der Heilpraktiker 04-2018)


Vigl S.: Die Therapie des Endocannabinoid-Systems bei Autoimmunerkrankungen

Naturheilpraxis, Pflaum VerlagZusammenfassung/Abstract: Eine ursächliche Therapie von Autoimmunerkrankungen sollte die Regulationsstörungen des Abwehrsystems beheben.

Einen neuen therapeutischen Ansatzpunkt liefert hierfür das Endocannabinoid-System. Es kann mit Wirkstoffen aus der Hanfpflanze und einem gesunden Lebensstil günstig beeinflusst werden.

(Artikel erschienen im Pflaum Verlag, Naturheilpraxis 07-2018, online ersichtlich für Abonennten im Archiv des Pflaum Verlages)


Vigl S.: Beim Altern auf die richtigen Gene setzen – Länger leben und dabei gesund bleiben mit epigenetischer Regulation

Naturheilpraxis, Pflaum VerlagZusammenfassung/Abstract:Verschiedene Gene spielen beim Alterungsprozess eine Rolle. Sie beeinflussen die Lebensspanne und das Risiko für ernsthafte Erkrankungen.

Entscheidend ist jedoch nicht ihr bloßes Vorhandensein im Erbgut, sondern ihre Aktivität. Diese kann durch den Lebensstil reguliert werden. Therapeuten können ihren Patienten mit diesem Wissen die Verbindung zwischen Lebensstil und Gesundheit aufzeigen.

(Artikel erschienen im Pflaum Verlag, Naturheilpraxis 09-2018, online ersichtlich für Abonennten im Archiv des Pflaum Verlages)


Vigl S.: Achillea millefolium: Von den mythologischen Schlachtfeldern zu moderner, rationaler Anwendung

Zusammenfassung/Abstract: Pionierpflanzen wie die Schafgarbe besiedeln Orte wieder, an denen durch eine Störung (Waldbrand, menschliche Einflüsse) die Vegetation vertrieben worden ist. Durch ihr Wachstum bereiten sie die Rückgewinnung eines Standortes durch die Flora vor.

Wenn wir diese Rückgewinnung als Heilung verstehen, so sehen wir hierbei Analogien zum Wundheilungsprozess, der ebenfalls durch die Schafgarbe eingeleitet und unterstützt werden kann. Ihre charakteristischen Blätter werden oft mit weiblichen Augenbrauen verglichen und als „Augenbrauen der Venus“ bezeichnet. Dieser Vergleich dient in der Signaturenlehre als Verweis auf den Einsatz der Schafgarbe bei Frauenleiden wie Zwischenblutungen, Hyper- und Dysmenorrhoe.

(Artikel erschienen im Haug Verlag, Deutsche Heilpraktiker Zeitschrift 01-2017)


Vigl S.: Lippenblütler als Taktgeber des Grundumsatzes. Therapieoptionen bei Unter- und Überfunktion der Schilddrüse

Zusammenfassung/Abstract: Arzneipflanzen der Lippenblütler weisen eine hohe Affinität zum Wärmehaushalt des Menschen auf. Einzelne Vertreter können die Feuerrate der Schilddrüsenhormone erhöhen oder abmildern. Ihre jeweilige Wirkungen auf den Schilddrüsenstoffwechsel lassen sich mithilfe der Signaturenlehre von Wuchsort und Habitus ableiten.

Anhand der Erkenntnisse der Erfahrungsheilkunde und modernen Forschung können bei manifester und latenter Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse phytotherapeutische Behandlungskonzepte erstellt werden.

(Artikel erschienen im Verlag Volksheilkunde, Der Heilpraktiker 03-2017)


Vigl S.: Phytotherapeutische Strategien bei krebsbedingter Erschöpfung

Naturheilpraxis, Pflaum VerlagZusammenfassung/Abstract: Die krebsbedingte Erschöpfung hat schwere Auswirkung auf das Wohlbefinden der Patienten.

Zudem kann sie die Prognose der Erkrankung negativ beeinflussen. Gründe genug, um die Behandlung der krebsbedingten Erschöpfung im Rahmen eines komplementären Behandlungsplans zu berücksichtigen. Die Anwendung von Arzneipflanzen scheint besonders aussichtsreich.

(Artikel erschienen im Pflaum Verlag, Naturheilpraxis 06-2017, online ersichtlich für Abonennten im Archiv des Pflaum Verlages)


Vigl S.: Der Wald, ein pflanzliches Antidepressivum

Naturheilpraxis, Pflaum VerlagZusammenfassung/ Abstract: Die Forschungen der letzten Jahrzehnte zeigt: Die Abkehr des Menschen von der Natur macht krankt. Die Urbanisierung des menschlichen Lebens geht mit einem Kontaktverlust mit der Natur einher. Die gesundheitsfördernde Effekte der menschlichen Interaktion mit der Natur können therapeutisch eingesetzt werden. Insbesondere der Begegnung mit dem komplexen Ökosystem Wald zeigt sich erfolgsversprechend. Sie kann bei stressbedingten Beschwerden und Depression lindernd und heilend wirken. Dies kann mittlerweile durch die klinische Erfahrung und verschiedene Studien bestätigt werden.

(Artikel erschienen im Pflaum Verlag, Naturheilpraxis 12-2016, online ersichtlich für Abonennten im Archiv des Pflaum Verlages)


Vigl S.: Die Hormonspirale: Vom Umgang in der Naturheilpraxis

Zusammenfassung/ Abstract: Der angeblichen guten Verträglichkeit der Hormonspirale steht eine Vielzahl häufiger und zum Teil schwerer Nebenwirkungen gegenüber.

Im Sinne einer ganzheitlichen Diagnostik und Therapie sollte der Heilpraktiker die möglichen Nebenwirkungen dieses Arzneimittels bei der Behandlung in seine Überlegungen miteinbeziehen. Aufgrund der Bestrebungen, die Hormonspirale als nebenwirkungsarm darzustellen, ist dabei unter Umständen auch Aufklärungsarbeit zu leisten.

(Artikel erschienen im Verlag Volksheilkunde, DER HEILPRAKTIKER, 06/16)


Vigl S.: Das Bio-Zytostatikum Resveratrol – Wirkmechanismen und aktueller Wissensstand

Naturheilpraxis, Pflaum VerlagZusammenfassung/ AbstractAls Zytostatika werden Substanzen bezeichnet, die durch Schädigung zellulärer Bestandteile oder durch Störung zellinterner Signalkaskaden das Wachstum, die Teilung und das Fortbestehen von Zellen hemmen. Der Pflanzeninhaltsstoff Resveratrol vermag in Krebszellen deren Zelltod über drei verschiedene Mechanismen auszulösen, ohne dabei gesunde Zellen zu beeinträchtigen. Ein Blick auf die aktuelle wissenschaftliche Literatur veranschaulicht sein großes therapeutisches Potential.

(Artikel erschienen im Pflaum Verlag, Naturheilpraxis 03-2016, online ersichtlich für Abonenten im Archiv des Pflaum Verlages)


Vigl S.: Personalisierte Phytotherapie. Im Gespräch mit Heilpraktiker Klaus Krämer

Naturheilpraxis, Pflaum VerlagZusammenfassung/ Abstract: Die Verbindung augendiagnostischer Befunderhebung und individueller naturheilkundlicher Therapieschemata ist gerade im deutschsprachigen Raum nicht Neues. Und dennoch hat Herr Krämer mit der Verbindung von Augendiagnose und Teetherapie ein einzigartiges Therapiefeld geschaffen, das heute vielmals als „Berliner Schule“ betitelt wird. Mit ihm sprach ich über die Konzepte, die hinter dem „individuellen Teerezept aus dem Auge“ stehen.

Lesen Sie den ganzen Artikel: Personalisierte Phytotherapie. Im Gespräch mit Heilpraktiker Klaus Krämer (Artikel erschienen im Pflaum Verlag, Naturheilpraxis 01-2016)


Vigl S.: Senecio aureus, eine Indianerpflanze in der modernen Anwendung.

Zusammenfassung/ Abstract: Für klassische Frauenleiden wie PMS, Dysmenorrhö und Endometriose steht neben chemisch definierten Medikamenten eine Reihe von naturheilkundlichen Mitteln zur Verfügung, welche sich einerseits als effizient erweisen, andererseits eine wichtige preisgünstige und nicht toxische Alternative darstellen.

Senecio aureus in seiner modernen Anwendungsform als Homöopathikum darf dazu gerechnet werden. Neben der blutstillenden und der die Monatsblutung regulierenden Wirkung sprechen hierfür auch seine schmerzstillenden und psychisch ausgleichenden Eigenschaften. In der Praxis kann es sowohl als konstitutionelles Mittel in der Hochpotenz als auch als niedrig potenzierte, symptomatische Arznei Anwendung finden.

(erschienen im Haug Verlag; Deutsche Heilpraktiker Zeitschrift 4-15; 38-41)


Vigl S.: Rhodiola rosea bei Chronic Fatigue Syndrom. Achtwöchige, dokumentierte Anwendungsbeobachtung mit 28 Teilnehmern.

Zusammenfassung/ Abstract: In der 8-wöchigen Anwendungsbeobachtung „Rhodiolan® 200 bei ME/CFS“ wurde der Nutzen eines Rosenwurzpräparats für Patienten, die am Chronic Fatigue Syndrom leiden, ermittelt.

Aufgrund der bekannten adaptogenen Wirkung von Rhodiola rosea standen hierbei kognitive Beschwerden im Fokus des Interesses. Bei den beobachteten Symptomen waren v.a. die Besserung der Konzentrationsfähigkeit und der mentalen Belastbarkeit bedeutsam, das Präparat wurde gut vertragen.

Lesen Sie den ganzen Artikel: Rhodiola rosea bei Chronic Fatigue Syndrom. Achtwöchige, dokumentierte Anwendungsbeobachtung mit 28 Teilnehmern. (erschienen im Haug Verlag; Erfahrungsheilkunde 6-14; 325-331)


Vigl S.: Das chronische Erschöpfungssyndrom (ME/ CFS). Über die Studienlage zu einzelnen Heilpflanzen und Vitalpilzen.

Naturheilpraxis, Pflaum Verlag

Zusammenfassung/ Abstract: Das chronische Erschöpfungssyndrom, auch unter der Bezeichnung myalgische Enzephalomyelitis (ME) oder Chronic Fatigue Syndrom (CFS) bekannt, stellt Betroffene, Angehörige und Therapeuten vor große Herausforderungen. Es existieren noch keine einheitlichen und effektiven Richtlinien für die medizinische und psychologische Betreuung der Erkrankten, begleitende Konzepte aus der Naturheilkunde können hier
einen wertvollen Beitrag für die Lebensqualität der Patienten darstellen..

Lesen Sie den ganzen Artikel: Chronic-Fatigue-Syndrom (ME_ CFS) und-Naturheilkunde (erschienen im Pflaum Verlag; Naturheilpraxis 7-13)


Wanitschek A., Vigl S: Curcuma longa bei der Hashimoto Thyreoiditis

Naturheilpraxis, Pflaum VerlagZusammenfassung/ Abstract: Ergänzend zu den schulmedizinischen Therapiemöglichkeiten suchen Patienten und Therapeuten nach biologischen Heilmitteln bei der Hashimoto-Thyreoiditis.

Curcuma longa könnte sich hierfür als probates Multi-Target-Therapeutikum profilieren, das sich zudem durch gute Verträglichkeit und geringe Kosten für den Patienten auszeichnet. 

(Artikel erschienen in der Naturheilpraxis 01-2015, online ersichtlich für Abonennten im Archiv des Pflaum Verlages)


Vigl S.: Berberin: Farbe zeigen bei Krebs.

Naturheilpraxis, Pflaum Verlag

Zusammenfassung/ Abstract: Die hohe Bioaktivität macht Berberin zu einem wertvollen Heilmittel bei malignen Erkrankungen. In Studien konnten seine verschiedenen Wirkmechanismen auf Tumorzellen geklärt werden, ein Umstand, der Berberin zu einem biologischen Multi- Target- Therapeutikum ersten Ranges bei Krebserkrankungen machen könnte.

Verschiedene berberinhaltige Heilpflanzen kommen für den therapeutischen Einsatz in Frage. 

(Artikel erschienen in der Naturheilpraxis 06-2014, online ersichtlich für Abonennten im Archiv des Pflaum Verlages)


Ökosysteme auf Zeit: Berliner Brachenbiotope

Urbane Waldbildung in der Stresemannstraße

Brachen sind einmalige Flecken im Berliner Stadtbild. Sie sind Zeugen der bewegten Geschichte Berlins im letzten Jahrhundert, teilweise versteckte Orte, an denen sich inselflächig eine spontan – urwüchsige Flora breitmacht, die die unmittelbare Nähe zum Menschen sucht und und dessen Nähe Pflanzen mit besonderen Strategien und Lebensformen auf den Plan ruft. In den folgenden Artikeln werden ein paar Berliner Brachen vorgestellt.

Brache Hesemannstraße

 


„Am Gipfel der Gesundheit“: Der Kreuzberg im Viktoriapark Berlin

Im „Canyon“ am Kreuzberg

Das Zentrum des Viktoriaparks in Berlin bildet der Kreuzberg. Es ist der einzige echte „6000“er in Berlin, wenn man seine Größe in Zentimeter misst. Doch was die Artenvielfalt seiner Flora betrifft, ist er ein richtig großer Brocken. Im folgenden finden Sie eine kurze Beiträge über die Themen meiner Führungen im Viktoriapark.

Liste der Heilpflanzen am Viktoriapark Kreuzberg

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