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Heilpraktiker Wanitschek & Vigl Berlin, Nansenstraße 31, 12047, Berlin - Telefon: +49 30 20865594

Immer mehr Menschen suchen bei Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen, Druck- und Völlegefühl oder Veränderungen des Stuhlgangs nach einer individuellen und ganzheitlichen Beratung. Wir bieten in unserer Heilpraktiker-Praxis in Berlin eine naturheilkundliche Beratung bei Reizdarmbeschwerden an. Da Beschwerden und individuelle Auslöser sehr unterschiedlich sein können, betrachten wir Ihre persönliche Situation möglichst umfassend.

Dabei verstehen wir Naturheilkunde nicht als Ersatz für notwendige medizinische Diagnostik oder Behandlung, sondern als ergänzendes Angebot.

Das Reizdarmsyndrom

Beim Reizdarmsyndrom (RDS; auch als irritables Darmsyndrom oder englisch „Irritable Bowel Syndrome“, IBS, bezeichnet) treten typischerweise Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen, Druck- und Völlegefühl sowie Veränderungen des Stuhlgangs auf. Dazu können Durchfall, Verstopfung oder ein Wechsel zwischen beidem gehören. Die Beschwerden können von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein und sich im Verlauf verändern.

Heute geht man davon aus, dass beim Reizdarmsyndrom verschiedene Faktoren zusammenwirken können. Dazu gehören unter anderem die Verarbeitung von Schmerz- und Dehnungsreizen im Darm, die Darmbeweglichkeit, die Kommunikation zwischen Darm und Nervensystem sowie individuelle Ernährungs- und Lebensgewohnheiten. Auch vorausgegangene Darminfektionen und psychosoziale Belastungen können bei manchen Menschen eine Rolle spielen.

Welche Faktoren im Einzelfall relevant sind, lässt sich nicht allein anhand der Beschwerden feststellen.

Das Reizdarmsyndrom sollte deshalb nicht vorschnell angenommen werden. Vor der Diagnose müssen – abhängig von Beschwerden, Alter und individueller Situation – relevante andere Erkrankungen berücksichtigt und gegebenenfalls medizinisch abgeklärt werden.

Naturheilkunde bei Reizdarm: die ausführliche ganzheitliche Diagnose

Zu Beginn betrachten wir Ihre Beschwerden und Ihre persönliche Situation möglichst umfassend. Dabei interessieren uns unter anderem Art, Dauer und Verlauf der Beschwerden, Ernährung, bisherige Erkrankungen und Untersuchungen, Medikamente, Schlaf, Bewegung sowie persönliche Stress- und Belastungssituationen.

Je nach Fragestellung können ergänzend naturheilkundliche Untersuchungsverfahren wie Mikronährstoffanalysen, Stuhl- und Darmuntersuchungen, DNA-Analysen des Darmmikrobioms oder SIBO-Atemtests in Betracht kommen. Auch naturheilkundliche Verfahren wie Augen- oder Antlitzdiagnose können Bestandteil der Befunderhebung sein.

Dabei unterscheiden wir zwischen medizinisch etablierten Untersuchungsverfahren und naturheilkundlichen Befundmethoden. Naturheilkundliche Verfahren können eine notwendige medizinische Diagnostik nicht ersetzen; ihre Ergebnisse werden immer im Zusammenhang mit den Beschwerden und vorhandenen medizinischen Befunden betrachtet.

Darmcheck und Stuhlanalyse

Ein Darmcheck kann – abhängig von der konkreten Fragestellung und dem jeweiligen Laborverfahren – unterschiedliche Parameter umfassen.

Dazu können beispielsweise Untersuchungen gehören, die sich mit

  • Verdauungsleistung,
  • bestimmten Verdauungsenzymen,
  • Bestandteilen des Stuhls,
  • ausgewählten Darmkeimen,
  • bestimmten Entzündungsmarkern

befassen.

Welche Untersuchung sinnvoll ist, hängt von den individuellen Beschwerden und der jeweiligen Fragestellung ab.

Ein auffälliger Laborwert bedeutet dabei nicht automatisch, dass die Ursache der Beschwerden gefunden wurde. Die Ergebnisse sollten immer im Zusammenhang mit der persönlichen Situation und gegebenenfalls mit ärztlichen Befunden betrachtet werden.

Darmmikrobiom

Das Darmmikrobiom wird intensiv wissenschaftlich untersucht. Zusammensetzung und Funktion der Darmmikroorganismen können sich unter anderem durch Ernährung, Medikamente und andere Faktoren verändern.

Eine Analyse des Darmmikrobioms kann interessante Informationen liefern. Aus einem solchen Testergebnis lässt sich jedoch nicht automatisch eine Ursache für ein Reizdarmsyndrom oder eine bestimmte Therapie ableiten.

Daher betrachten wir entsprechende Ergebnisse immer im Zusammenhang mit den übrigen Befunden und Beschwerden.

SIBO

Bei bestimmten Beschwerden kann eine Untersuchung auf eine mögliche bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms (Small Intestinal Bacterial Overgrowth, SIBO) erwogen werden.

Hierfür werden unter anderem Atemtests eingesetzt.

SIBO und Reizdarmsyndrom können ähnliche Beschwerden verursachen beziehungsweise miteinander in Zusammenhang stehen. Ein positiver Atemtest beweist jedoch nicht automatisch, dass SIBO die Ursache sämtlicher Beschwerden ist.

Bei entsprechenden Beschwerden kann eine weiterführende medizinische Abklärung sinnvoll sein.

Die Möglichkeiten der Naturheilkunde bei Reizdarm

Beim Reizdarmsyndrom gibt es verschiedene Möglichkeiten, Beschwerden individuell zu begleiten.

Die wissenschaftliche Evidenz ist je nach Verfahren unterschiedlich. Deshalb möchten wir zwischen gut untersuchten Maßnahmen, ergänzenden Verfahren und naturheilkundlichen Erfahrungsansätzen unterscheiden. Wir besprechen mit Ihnen gemeinsam, welche Methoden bei Ihnen zur Wahl stehen.

Wie läuft eine Beratung in unserer Praxis ab?

Kennenlernen

Wir lernen Sie, Ihre Beschwerden und Ihre Situation kennen. Orientierende erste Untersuchungen können erfolgen. Insbesondere Schlaf, Ernährung, Bewegung, Medikamente, bekannte Erkrankungen und bereits erfolgte Untersuchungen können relevant sein.

Diagnostik

Bisweilen können weitere Untersuchungen angezeigt sein, zum Beispiel die Versorgung mit Mikronährstoffen. Eine naturheilkundliche Diagnostik soll notwendige medizinische Untersuchungen nicht ersetzen. Wir klären Sie darüber auf.

Gemeinsame Einordnung

Wir besprechen, welche Zusammenhänge relevant sein könnten und welche weitere Diagnostik gegebenenfalls benötigt werden. Wir entscheiden gemeinsam, welche Veränderungen oder Maßnahmen für Ihre persönliche Situation realistisch und sinnvoll erscheinen.

Individueller Therapieplan

Sie erhalten individuelle Therapieempfehlungen, die wir mit Ihnen besprechen. Bei weiteren Terminen kann gemeinsam überprüft werden, wie sich die Beschwerden entwickeln und ob die vereinbarten Maßnahmen verträglich und im Alltag umsetzbar sind.

Naturheilkunde mit Verantwortung

Wir stellen Ihnen auf unserer Internetseite verschiedene Beschwerden und Erkrankungen vor, bei denen wir naturheilkundliche Verfahren anbieten. Diese Auswahl orientiert sich an unserer praktischen Erfahrung sowie an naturheilkundlichen Konzepten und den jeweils verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Dabei möchten wir die Grenzen unserer Verfahren transparent darstellen:

Ein Behandlungserfolg oder eine Linderung von Reizdarmbeschwerden kann nicht garantiert werden. Die wissenschaftliche Evidenz ist je nach Verfahren unterschiedlich und für einige der genannten naturheilkundlichen Methoden begrenzt.

Wir verstehen unser Angebot nicht als Ersatz für notwendige medizinische Diagnostik und Therapie, sondern als komplementäres Angebot. Insbesondere bei neu auftretenden, starken oder anhaltenden Beschwerden sollte zunächst geklärt werden, ob eine andere Erkrankung vorliegt. Auch bei Warnzeichen oder auffälligen Befunden ist eine ärztliche beziehungsweise fachärztliche Abklärung erforderlich.

Wenn eine medizinische Untersuchung oder Behandlung notwendig erscheint, empfehlen wir diese ausdrücklich.

So möchten wir für einen verantwortungsbewussten Einsatz der Naturheilkunde sorgen.

Über den Autor

Sebastian Vigl ist praktizierender Heilpraktiker, wissenschaftlicher Autor und Mitherausgeber der Fachzeitschrift "Heilpflanzen" (Thieme-Verlag). Er hat mehrere Ratgeber und Fachbücher veröffentlicht, publiziert regelmäßig Fachbeiträge in etablierten Verlagen (Haug Verlag, Pflaum Verlag, Verlag Volksheilkunde) und arbeitet an Fachblogs (u.a. Heilpflanzen-Blog von Thieme) mit.
Er ist ehemaliger Mitarbeiter der Zietenapotheke Berlin (Fachbereich westliche Heilkräuter) und Mitglied in diversen Fachgesellschaften wie der Österreichischen Gesellschaft für Phytotherapie (ÖGPHYT), der Carstens-Stiftung und der Gesellschaft für Phytotherapie. Die dreijährige Heilpraktikerausbildung in Vollzeit absolvierte er am ehemaligen Institut für Phytotherapie Berlin.

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