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Heilpraktiker Wanitschek & Vigl Berlin, Nansenstraße 31, 12047, Berlin - Telefon: 030/20865594

Zu den Schwerpunkten unserer Praxistätigkeit zählt auch die Behandlung von Wechseljahresbeschwerden. Als Heilpraktiker setzen wir auf die sanften, aber effektiven Möglichkeiten der Naturheilkunde. Das zentrale Element unserer Behandlung ist die Pflanzenheilkunde. Heilpflanzen haben sich bei der Behandlung klimakterischer Beschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüchen oder Schlafstörungen bewährt. Die große Vielfalt an Heilpflanzen nutzen wir für die Erstellung eines individuellen Rezeptes. Dies ermöglicht eine individuelle Begleitung des natürlichen Prozesses und die Erhaltung der Lebensqualität.

 

 

 

Naturheilkunde bei Wechseljahresbeschwerden

Wie die Pubertät ist auch das Klimakterium ein vollkommen natürlicher Wechsel im Leben einer Frau, der an sich keiner Behandlung bedarf. Der Wandel geht von den Eierstöcken aus, sie produzieren ab dem 45. Lebensjahr weniger Östrogen und Progesteron. Der weibliche Körper stellt sich nach und nach auf diese natürlichen Veränderung ein. Jede Frau gewöhnt sich auf ihre Weise auf die Umstellung des Hormonhaushaltes. Bei vielen geht der Wandel der Wechseljahre mit Beschwerden einher. Dazu zählen unter anderem Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Gemütsschwankungen, Gewichtszunahme, Trockenheit der Schleimhäute und Einbußen der mentalen Fähigkeiten.
Wenn die Wechseljahresbeschwerden die Lebensqualität einschränken, ist eine Therapie durchaus sinnvoll. Die Naturheilkunde bietet hierfür verschiedene sanfte und gut verträgliche Optionen, um den hormonellen Wechsel möglichst beschwerdefrei zu erleben. Sie entspricht damit dem Wunsch vieler Frauen nach einer hormonfreien, aber trotzdem wirksamen Behandlung. Eine langfristige schulmedizinische Hormontherapie kann einer aktuellen Auswertung von 58 Studien zufolge auch das Brustkrebsrisiko langfristig erhöhen.

Besonders vielversprechend für die naturheilkundliche Behandlung sind Heilpflanzen mit sogenannten Phytoöstrogenen.

Phytoöstrogene – Heilpflanzen in den Wechseljahren

Phytoöstrogene kommen in der Natur häufig vor

Der weibliche Hormonstoffwechsel kann durch verschiedene Heilpflanzen beeinflusst werden. Verschiedene Pflanzeninhaltsstoffe binden an Östrogen-Rezeptoren und entfalten dabei eine östrogene Wirkung. Davon können Frauen in den Wechseljahren profitieren. Pflanzen mit Phytoöstrogenen können eine schulmedizinische Hormontherapie ergänzen oder ersetzen, wenn eine solche nicht gewünscht ist.
Die wohl bekannteste Heilpflanze mit Auswirkungen auf den Östrogen-Haushalt ist wohl Cimicifuga. Die Wurzel der Traubensilberkerze wird auch in der bald veröffentlichten S3-Leitlinie »Peri- und Postmenopause – Diagnostik und Interventionen« der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe empfohlen. Vor allem bei Hitzewallungen und Schweißausbrüche zeigt sich die Traubensilberkerze hilfreich. (1) Studien zeigen ähnliche Ergebnisse für den Rhapontik-Rhabarber (Rheum rhaponticum) bei Frauen in der Menopause. (2)
Auch viele einheimische Heilpflanzen beeinflussen Östrogen-Rezeptoren und können bei Wechseljahresbeschwerden hilfreich sein. Dazu zählen unter anderem der Rot-Klee (Trifolium pratense) und der Hopfen (Humulus lupulus). Sie wurden bereits in traditionell in der Volksheilkunde bei klimakterischen Beschwerden eingesetzt. Zu Recht – wie die moderne Forschung zeigt. Sie können bei Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, Unruhe, Nervosität oder Schlafstörungen hilfreich sein. (3) (4)

Ein weiterer positiver Effekt der Phytoöstrogene ist ihre Wirkung auf den Knochenstoffwechsel. Studien zeigen, dass sie einem wechseljahresbedingten Verlust der Knochenmasse (Osteoporose) entgegenwirken können.
Wir erstellen für jede Patientin ein individuelles Rezept, das wir auf den Verlauf der Beschwerden abstimmen. In diesen Rezepten finden sich neben Heilpflanzen mit Phytoöstrogenen noch weitere Heilpflanzen. Diese wählen wir anhand der individuellen Symptomatik aus. Sie sollen die Wirkung der Phytoöstrogene bei bestimmten Beschwerden unterstützen. So können sich im Kräuterrezept noch spezifische Heilpflanzen gegen Schlafstörungen, Depressionen, Unruhe, Schmerzen, Müdigkeit Zwischenblutungen oder trockene Schleimhäute finden. Die individuellen Rezepte passen wir dem jeweiligen Verlauf der Beschwerden an. Neben der Pflanzenheilkunde können noch folgende Therapien Teil unseres Behandlungskonzeptes sein:

Die Wechseljahre als Chance für ein gesundheitsbewusstes Leben

Besonders die Ernährung liefert wirkungsvolle Ansätze im Klimakterium.

Östrogene regulieren nicht nur die Fruchtbarkeit. Sie tragen zur Gesundheit und dem Wohlbefinden einer Frau dar. Östrogen reguliert zahlreiche Körpervorgänge bietet einen Schutzeffekt für verschiedene Erkrankungen. Mit einer Abnahme der Östrogen-Produktion verändert sich demnach auch die individuelle Gesundheit. Bekannt sind die Auswirkungen auf den Knochenstoffwechsel. Östrogene verzögern den Knochenabbau, die Zeit um die Menopause kann daher mit einem Substanzverlust (Osteoporose) einhergehen. Weniger bekannt sind die Auswirkungen eines Östrogenmangels auf die Aktivität des Gehirn. So könne sich während der Wechseljahre Störungen des Gedächtnis und der Konzentration bemerkbar machen. Auch der Fettstoffwechsel verändert sich im Klimakterium. Gehen die weiblichen Hormone zurück, verändert sich der Cholesterinspiegel im Blut und der Figur. Die Veränderungen des Cholesterinspiegels können mit einem höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen einhergehen. Sinkende Östrogenspiegel beeinflussen auch die Verdauung. Nicht selten macht sich dies durch einen trägen Darm bemerkbar.
Diese Veränderungen berücksichtigen wir bei unserer Therapie. Wir geben Ihnen Hinweise, wie Sie den Wandel als Einladung für einen gesundheitsbewussten Lebensstil nutzen können. Besonders die Ernährung ist dafür geeignet, die Abnahme des Schutzstoffes Östrogen auszugleichen.

Quellennachweis:

(1) European Medicines Agency (EMA). HMPC “Assessment report on Cimicifuga racemosa (L.) Nutt., rhizoma Draft-Revision” (EMA/HMPC/48744/2017; 18 July 2017 Committee on Herbal Medicinal Products [HMPC]). 2017. S. 1-64
(2) Hasper I, Ventskovskiy BM, Rettenberger R, Heger PW, Riley DS, Kaszkin-Bettag
M. Long-term efficacy and safety of the special extract ERr 731 of Rheumrhaponticum in perimenopausal women with menopausal symptoms. Menopause. 2009
Jan-Feb;16(1):117-31
(3) Shakeri F, Taavoni S, Goushegir A, Haghani H. Effectiveness of red clover inalleviating menopausal symptoms: a 12-week randomized, controlled trial.
Climacteric. 2015;18(4):568-73
(4) Aghamiri V, Mirghafourvand M, Mohammad-Alizadeh-Charandabi S, Nazemiyeh H. Theeffect of Hop (Humulus lupulus L.) on early menopausal symptoms and hot flashes:
A randomized placebo-controlled trial. Complement Ther Clin Pract. 2016
May;23:130-5

 

Naturheilkunde mit Verantwortung

Hinweis zum Heilmittelwerbegesetz: Wir stellen Ihnen auf unserer Internetseite diverse Beschwerden und Erkrankungen vor, bei denen wir naturheilkundliche Therapien anwenden. Diese wählen wir aufgrund unserer praktischen Erfahrung und den Erkenntnissen anderer naturheilkundlicher Behandler aus. Wir möchten Sie jedoch darauf hinweisen, dass diese naturheilkundlichen Therapien keinen Behandlungserfolg versprechen. Eine Linderung der Beschwerden oder ein Heilerfolg kann nicht garantiert werden. Dafür fehlen ausreichende und aussagekräftige evidenzbasierte Studien.

Wir sehen unser Angebot nicht als Alternativmedizin, sondern als komplementäres Angebot zur Schulmedizin. Einige der auf unserer Homepage gelisteten Erkrankungen erfordern eine sorgfältige schulmedizinische Diagnostik und Therapie. Wir verweisen dann auf einen Facharzt, um zu klären, ob die naturheilkundliche Therapie alleine oder als Ergänzung zur Schulmedizin erfolgen kann.

So sorgen wir für einen verantwortungsbewussten Einsatz der Naturheilkunde.

 

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