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Heilpraktiker Wanitschek & Vigl Berlin, Nansenstraße 31, 12047, Berlin - Telefon: 030/20865594

Blutegel als Behandlungsoption bei Krampfadern

Krampfadern (Varizen) sind dauerhaft erweiterte, geschlängelte Venen. Sie treten vor allem an den Beinen oder in der Beckenregion auf. Da es sich um oberflächliche Venen handelt, sind sie von außen gut zu sehen. Aus diesem Grund sind sie für Betroffene in erster Linie ein kosmetisches Problem. Doch sie sind mehr als ein „Schönheitsfehler“. Sie verweisen auf eine Schwächung des venösen Systems, die mit erheblichen Komplikationen und Beschwerden einhergehen kann. Aus diesem Grund sollten Krampfadern möglichst früh behandelt werden. Die Therapie mit Blutegeln hat sich als eine interessante Behandlungsoption erwiesen. Hierfür sind Substanzen aus dem Blutegel verantwortlich, die bei der Behandlung abgegeben werden.

Krampfadern – fast jeder Siebte ist betroffen

Die 2003 veröffentlichte Bonner Venenstudie kam zum Schluss, dass 14 Prozent der Deutschen an Krampfadern leiden. Aufgrund der wachsenden Lebenserwartungen wird diese Zahl in Zukunft erheblich zunehmen. Dazu kommt, dass immer mehr Menschen Faktoren ausgesetzt sind, die die Entstehung von Krampfadern begünstigen. Dazu zählen vor allem sitzende Tätigkeit, mangelnde Bewegung und Übergewicht.
Frauen sind deutlich häufiger von Krampfadern betroffen. Dies wird durch die Wirkung der weiblichen Geschlechtshormone (Östrogene) erklärt. Diese beeinflussen die bindegewebigen Strukturen der Venen (Venenwand und Venenklappen). Dies führt dazu, dass diese ihre Spannkraft verlieren und der venöse Rückfluss des Blutes gestört wird.

Ursachen: so entstehen Krampfadern

Ärzte unterscheiden die sogenannte primäre Varikose von der sekundären Varikose. Von der primären Varikose spricht man, wenn die Ursache für die Bildung der Krampfadern mit einem Nachlassen der Spannkräfte der bindegewebigen Strukturen der Venen (wie oben bereits erwähnt) zu erklären ist. Fehlende Spannkräfte führen dazu, dass das Blut in den Venen versackt. Die Venen werden überdehnt, bis die Venenklappen nicht mehr richtig schließen. Diese sind dafür zuständig, dass das venöse Blut zum Herzen hinströmt und nicht zurückfließen kann. Versagen sie ihren Dienst, staut sich das Blut in den oberflächlichen Venen und es kommt zur Bildung von Krampfadern.
Ursachen für die primäre Varikose können erbliche Veranlagung (sogenannte Bindegewebsschwäche) oder Alterungsvorgänge sein.
Von der sekundären Varikose spricht man, wenn Krampfadern als Folge von anderen Erkrankungen auftreten. Dies kann die Verstopfung der tiefer liegenden Venen sein, die sogenannte Beinvenenthrombose. Ebenfalls in Frage kommen Leberverhärtung (Leberzirrhose) und Herzschwäche (Herzinsuffizienz).
Wer an Krampfadern leidet, sollte deren Ursachen von einem Arzt untersuchen lassen.

Beschwerden und mögliche Komplikationen

Ein erster Hinweis auf das Vorliegen von Krampfadern ist das Auftreten der sogenannten Besenreiser. Besenreiser sind kleinste, meist harmlose Krampfadern in der obersten Hautschicht. Im weiteren Verlauf klagen Betroffene zumeist über Spannungsgefühl und Schmerzen im betroffenen Areal und müde und schwere Beine. Diese Beschwerden verschlechtern sich typischerweise an heißen Tagen und während der Menstruationsblutung. Ebenfalls möglich sind Wasseransammlungen in den Beinen (Ödeme) und Rötung, Schuppung und Juckreiz der umliegenden Hautareale.
Daneben können Krampfadern auch zu ernsten Komplikationen führen. Dazu zählen die Venenentzündung, die Bildung von Geschwüren und die Verstopfung von tieferen Venen durch Blutgerinnsel (Phlebothrombose). Ein durch die Schwächung des venösen Systems gebildetes Blutgerinnsel kann auch in die Lunge gelangen. Dies ist bei der sogenannten Lungenembolie der Fall, bei der sofort der Notarzt alarmiert werden muss.

Die Therapie der Krampfadern und deren Komplikationen mit Blutegeln

Blutegel Krampfadern BerlinBei der Blutegel-Behandlung werden Blutegel (Hirudo officinalis oder Hirudo medicinalis) auf der Haut des Patienten platziert. Sie saugen sich dort fest und geben diverse Substanzen in das Gewebe ab. Diese haben diverse potentielle Heilwirkungen: Sie hemmen Entzündungen, fördern die Wundheilung, verbessern die Fließeigenschaften des Blutes und stillen Schmerzen. Bei der Behandlung von Krampfaderleiden können die Blutegel die typischen Beschwerden lindern. Meist tritt schon kurz nach der Behandlung eine für längere Zeit anhaltende Verminderung der Schwellung, der Schmerzen und des Schweregefühls der Beine ein.
Die Forschung konnte dies bestätigen. In einem indischen Krankenhaus nahmen 50 Patienten mit Krampfadern an einer Studie mit Blutegeln teil. Die Teilnehmer zeigten einen deutlichen Rückgang hinsichtlich der Schmerzen, Einfärbungen der Haut und der Schwellung der Beine [1].
Auch wenn infolge des Krampfaderleidens Komplikationen auftreten, kann eine Blutegel-Therapie hilfreich sein. Dies zeigte eine Studie aus dem Jahre 1998. Geschwüre (Ulcus cruris), die infolge der Venenschwäche entstanden waren, heilten nach einer Blutegelbehandlung schneller ab. Auch bei dieser Studie reduzierten sich Schwellung und Schmerzen der Beine [2].

Die Blutegeltherapie kann mittlerweile auch bei anderen Erkrankungen hilfreich sein. So können Blutegel auch bei der Kniearthrose zum Einsatz kommen.

Zusammenfassung: Blutegeltherapie kann bei Krampfadern hilfreich sein

Die Blutegeltherapie kann bei Krampfadern hilfreich sein. Sie kann zu einer oft langanhaltenden Reduzierung von Schwellung, Schmerzen und venösem Rückstau beitragen. Auch bei Komplikationen, die infolge des Krampfaderleidens eingesetzt werden, kann sie hilfreich sein. Geschwüre am Bein heilen nach einer Blutegelbehandlung tendenziell leichter ab.
Nicht nur Ärzte bieten in Deutschland Behandlungen mit Blutegeln an. Auch viele Heilpraktiker haben sich darauf spezialisiert. Von den etwa 50.000 jährlichen Blutegel-Behandlungen werden beinahe 90 % von Heilpraktikern durchgeführt. Auch in unserer Heilpraktiker-Praxis in Berlin führen wir Blutegel-Behandlungen durch. Unterstützend setzen wir dazu Heilkräuter-Rezepte ein, die die Wirkung der Blutegel-Behandlung verstärken sollen. Gesetzliche Krankenversicherungen erstatten in der Regel nicht die Kosten einer Behandlung. Private Krankenversicherungen übernehmen oft einen Teil der Kosten.

Quellenangaben:

[1] Nigar Z, Alam MA. Effect of taleeq (leech therapy) in dawali (varicose veins).
Anc Sci Life. 2011 Jan;30(3):84-91
[2] Bapat RD, Acharya BS, Juvekar S, Dahanukar SA. Leech therapy for complicated varicose veins. Indian J Med Res. 1998 Jun;107:281-4

Naturheilkunde mit Verantwortung

Hinweis zum Heilmittelwerbegesetz: Wir stellen Ihnen auf unserer Internetseite diverse Beschwerden und Erkrankungen vor, bei denen wir naturheilkundliche Therapien anwenden. Diese wählen wir aufgrund unserer praktischen Erfahrung und den Erkenntnissen anderer naturheilkundlicher Behandler aus. Wir möchten Sie jedoch darauf hinweisen, dass diese naturheilkundlichen Therapien keinen Behandlungserfolg versprechen. Eine Linderung der Beschwerden oder ein Heilerfolg kann nicht garantiert werden. Dafür fehlen ausreichende und aussagekräftige evidenzbasierte Studien.

Wir sehen unser Angebot nicht als Alternativmedizin, sondern als komplementäres Angebot zur Schulmedizin. Einige der auf unserer Homepage gelisteten Erkrankungen erfordern eine sorgfältige schulmedizinische Diagnostik und Therapie. Wir verweisen dann auf einen Facharzt, um zu klären, ob die naturheilkundliche Therapie alleine oder als Ergänzung zur Schulmedizin erfolgen kann.

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