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Heilpraktiker Wanitschek & Vigl Berlin, Nansenstraße 31, 12047, Berlin - Telefon: 030/20865594

Gemeinsam meditieren lernen – für Anfänger und Fortgeschrittene

In unserer Praxis in Berlin bieten wir regelmäßige Meditationsgruppen an. Sie dienen dem Erlernen der sogenannten Achtsamkeits-Meditation. Diese hat sich in den letzten Jahren zu einer wissenschaftlich anerkannten Therapiemethode entwickelt. Mithilfe der Achtsamkeit (engl.: mindfulness) lenken wir eine nicht wertende Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment. Die dabei angewandten Techniken entstammen der buddhistischen Lehre, sie können heute – wie auch in unserer Praxis – losgelöst von ihrem religiösen Kontext erlernt werden. Traditionell wurden Achtsamkeitstechniken gelehrt, um Leiden zu lindern – eine Absicht, die durch die moderne Forschung und Anwendung Bestätigung findet. Meditation bietet durch ihre entspannende Wirkung nicht nur ein Gegengewicht zu Hektik und Beschleunigung unserer modernen Welt. Sie ist ein Therapiemittel, das Heilungsprozesse bei verschiedensten Krankheiten fördert und einen gesunden Umgang mit dem eigenen Leiden und der eigenen Verletzlichkeit eröffnet. Wenn wir in der Meditation unser Leid akzeptieren lernen, öffnen wir den Raum für Heilung und Linderung.

Auf dieser Seite erfahren Sie alles über Termine, Preise und Anmeldung zu unseren Meditationsgruppen. Wir nutzen die Gelegenheit, Sie auch über die wichtigsten gesundheitlichen Aspekte der Meditation zu informieren.

Meditation als Therapiemethode

Meditation ist ein wichtiger Teil der spirituellen Praxis in verschiedenen Kulturen. Zunehmend gewinnen ihre gesundheitsförderlichen Aspekte an Interesse. Die Wirkung von Meditieren auf die seelische Gesundheit ist schon länger bekannt. Meditation erleichtert den Umgang mit negativen Gefühlen, steigert Konzentration und Selbstwertgefühl, beeinflusst unsere Stimmungslage und wirkt sich günstig auf das Verarbeiten von Stress und traumatischen Erlebnissen aus. (1)
In den letzten Jahrzehnten wurden durch den Erfolg der sogenannten Achtsamkeitsbasierten Stressreduktion (Mindfulness-Based Stress Reduction – MBSR) die Auswirkungen von Meditation auf verschiedene seelische und körperliche Erkrankungen untersucht. Eine positive Beeinflussung zeigte sich unter anderem bei chronischen Schmerzen, Hauterkrankungen, Schlafstörungen, Depressionen, Suchterkrankungen, Angsterkrankungen und Glaukom. (2)(3)

Achtsamkeitsbasierte Meditation erzielt in der Praxis bei noch bei vielen anderen Erkrankungen, als auch bei Gesunden, positive Resultate. Hierfür sind ihre vielfältigen Wirkungen ausschlaggebend.

Meditation beeinflusst unter anderem

– das Immunsystem (insbesondere Entzündungsvorgänge),
– die Stressreaktion,
– die Wahrnehmung und Verarbeitung von Schmerzen und schmerzhaften Gefühlen und
– die Zellalterung.

Sie fördert eine positive und heilsame Einstellung und erlaubt die Bewältigung und Akzeptanz belastender Umstände. (4)(5)

Besonders die Wirkung auf Stress und Schmerzen wollen wir näher betrachten – und wie die Effekte der Meditation auch langfristig zum Tragen kommen und damit eine sinnvolle Vorsorge für das Alter sind.

Mit Meditation und Achtsamkeit gegen den Stress

Chronischer Stress ist eine der größten Herausforderungen für unsere Gesundheit. Stress setzt unseren Körper in Alarmbereitschaft und aktiviert verfügbare Energien. Das ist in bestimmten Situation hilfreich, in denen wir schnell reagieren müssen oder unsere beste Leistung abrufen wollen. Anhaltender Stress macht jedoch krank. Er erschöpft unter anderem den Energiehaushalt und belastet das Herz-Kreislauf-System. Je nach Schätzung haben heute in den Industrieländern zwischen 60 und 95 Prozent der Arztbesuche mit Stress zu tun. Für Erkrankungen wie Burnout, stressbedingte Verdauungsbeschwerden oder Infektanfälligkeit ist der Stress selbst verantwortlich. Für die meisten anderen Erkrankungen spielt er bei der Entstehung und der Prognose eine wichtige Rolle.
Meditation liefert uns eine Möglichkeit, die eigene Stressreaktion zu regulieren. Wir lernen, Stress besser zu bewältigen und uns nach Belastung schneller zu erholen. Studien zeigen, dass Meditation die schädigende Effekte von Stress auf unser Immunsystem, auf die Darmgesundheit und die genetische Regulation unserer Zellen aufheben kann. (6)

Meditation bei Schmerzen

Auch die Auswirkung von Meditation bei chronischen Schmerzen ist gut untersucht. Schätzungen zufolge sind ein Drittel aller Patienten von chronischen Schmerzen betroffen. Die Forschung zeigt, dass Meditation dabei helfen kann, Schmerzen zu lindern. Dabei spielt ihre Wirkung auf die Stressreaktion, auf Entzündungsvorgänge und die Schwerzwahrnehmung eine Rolle. In bisherigen Studien mit verschiedenen Schmerzpatienten besserten sich die Lebensqualität und die Mobilität der Teilnehmer, weniger Schmerzmittel wurden benötigt. (7)

Meditation als Altervorsorge

Forschungen zeigen, dass regelmäßige Meditation einen positiven Effekt auf Alterungsprozesse hat. Das Alter unserer Zellen wird durch die Telomere bestimmt. Telomere bilden eine Art Schutzkappe auf unserem Erbgut. Je länger die Telomere, desto länger ist im Durchschnitt unsere Lebenserwartung. Wer regelmäßig meditiert, verlängert Studien zufolge die Länge seiner Telomere. (8)
Die Anti-Aging-Wirkung der Meditation wirkt sich auch auf unser Gehirn aus. Damit kann regelmäßiges Meditieren dabei helfen, unsere mentalen Fähigkeiten während des Alterns zu schützen. Die entzündungshemmenden und stressreduzierenden Wirkungen sind hierbei von Bedeutung. Daneben verdichtet eine regelmäßige Meditationspraxis Areale im Gehirn, die durch das Altern und neurodegenerative Erkrankungen abnehmen. (9)
Zudem scheint Meditation auch einen gewissen Schutz vor vielen Erkrankungen zu bieten, die sich mit zunehmendem Alter einstellen. Dafür sind nicht nur ihre Wirkung auf Stress und Entzündung, sondern auch auf unsere Gene verantwortlich. Meditation kann über sogenannte epigenetische Prozesse die Aktivität von gesundheitsförderlichen Genen steigern. Gene, die uns krank machen, kann sie hemmen. (10)

Meditieren lernen in unserer Praxis

Wir bieten regelmäßig zwei Termine pro Woche an. Sie dauern jeweils eine Stunde und beinhalten geführte Meditationen und sogenannte freie Meditationen. Bei letzteren bekommen Sie die Anweisungen nicht während, sondern vor der Meditation. Wir lernen die Achtsamkeits-Meditation, bei der die Achtsamkeit auf den Atem eine zentrale Rolle spielt. Jede Stunde beinhaltet eine ungefähr 20-minütige Gesprächsrunde, bei der wir häufige Probleme und persönliche Schwierigkeiten beim Meditieren und diverse Techniken besprechen.

Die Gruppensitzungen sind nicht nur dazu bestimmt, um gemeinsam zu meditieren. Sie dienen auch dem Erlernen von Meditationstechniken, die zuhause alleine durchgeführt und vertieft werden können. Für das Erlernen und Vertiefen der Techniken ist eine regelmäßige Teilnahme sinnvoll.

Damit es für alle bequem ist, meditieren wir sitzend auf Stühlen.

Ein Termin
12 €
10-er-Karte
100 €

Über die Kursleiterin

Die Meditationsgruppen werden von Anne Wanitschek geführt. Sie meditiert seit 1994. Während mehrjähriger Aufenthalte in Indien widmete sie sich intensiv der Praxis der tibetischen buddhistischer Meditation. Von 1994 bis zu seinem Tod 2002 war sie Schülerin von Chiimed Rigdzin Rinpoche. Er war Professor für Tibetologie und Abt des Byangter Khordong Klosters in Indien. Während ihrer buddhistischen Studien verbrachte sie mehrere Jahre in Retreats, darunter ein dreimonatiges im Jahr 1999 und ein dreijähriges zwischen 2001 und 2004. Weitere Retreats, an denen sie teilnahm, erfolgten unter der Anweisung von Tulku Thondup Rinpoche, Jetsün Khandro Rinpoche, Taklung Tsetrul Rinpoche, Dzongsar Jamyang Khyentse Rinpoche und James Low. Sie hatte die Gelegenheit, bei mehreren Belehrungen des 14. Dalai Lamas Tenzin Gyatso dabei zu sein. Sie erlernte unter anderem die Shine-Meditation, das tibetische Äquivalent zur Vipassana-Meditation, die Dzogchen-Meditation und verschiedene Praktiken der Achtsamkeit und des Mitgefühls.

Gemäß der tibetischen Tradition ist sie aufgrund ihrer Meditationspraxis qualifiziert, Meditationstechnicken zu lehren. Als Heilpraktikerin in Berlin verbindet sie traditionelle Naturheilkunde mit Achtsamkeits-Übungen zu einem ganzheitlichen Behandlungskonzept.


Anmeldung zu den Meditationsgruppen

Prinzipiell kann jede/r teilnehmen, egal ob Anfänger/in oder bereits meditationserfahren. PatientInnen, die an einer psychischen Erkrankung leiden, sollten im Vorfeld mit uns abklären, ob etwas gegen die Durchführung der Meditation spricht.

Wir bieten zwei Mal die Woche Meditationsgruppen an – Montag abends und Mittwoch am Morgen. Die genauen Termine entnehmen Sie dem Kalender.

Bei jedem Termin können zehn Personen teilnehmen. Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir um vorherige Anmeldungen über das Anmeldeformular. Sie können sich auch zu mehreren Terminen anmelden. Bequeme Kleidung ist von Vorteil, Sie brauchen aber nichts Spezielles mitbringen.

Kalender/Anmeldeformular

Quellennachweis

(1) Shian-Ling Keng, Moria J. Smoski, Clive J. Robins: Effects of mindfulness on psychological health: A review of empirical studies. In: Clinical Psychology Review. 31 (6), 2011, S. 1041–1056

(2) Hayes, Steven C.; Villatte, Matthieu; Levin, Michael; Hildebrandt, Mikaela (2011-01-01). „Open, Aware, and Active: Contextual Approaches as an Emerging Trend in the Behavioral and Cognitive Therapies„. Annual Review of Clinical Psychology. 7 (1): 141–168

(3) Dada T, Mittal D, Mohanty K, Faiq MA, Bhat MA, Yadav RK, Sihota R, Sidhu T, Velpandian T, Kalaivani M, Pandey RM, Gao Y, Sabel BA, Dada R. Mindfulness meditation reduces intraocular pressure, lowers stress biomarkers und modulates gene expression in glaucoma: a randomized controlled trial. J Glaucoma 2018

(4) Luberto, Christina M.; Shinday, Nina; Song, Rhayun; Philpotts, Lisa L.; Park, Elyse R.; Fricchione, Gregory L.; Yeh, Gloria Y. (2017). „A Systematic Review and Meta-analysis of the Effects of Meditation on Empathy, Compassion, and Prosocial Behaviors„. Mindfulness. 9 (3): 708–24

(5) Goyal, M; Singh, S; Sibinga, E.M.; Gould, N.F.; Rowland-Seymour, A; Sharma, R; Berger, Z; Sleicher, D; Maron, D.D.; Shihab, H.M.; Ranasinghe, P.D.; Linn, S; Saha, S; Bass, E.B.; Haythornthwaite, J.A (2014). „Meditation Programs for Psychological Stress and Well-being: A Systematic Review and Meta-analysis„. JAMA Internal Medicine. 174 (3): 357–68

(6) Househam AM, Peterson CT, Mills PJ, Chopra D. The Effects of Stress andMeditation on the Immune System, Human Microbiota, and Epigenetics. Adv Mind Body Med. 2017 Fall;31(4):10-25

(7) Majeed MH, Ali AA, Sudak DM. Mindfulness-based interventions for chronic pain: Evidence and applications. Asian J Psychiatr. 2018 Feb;32:79-83

(8) Conklin QA, Crosswell AD, Saron CD, Epel ES. Meditation, stress processes, and telomere biology. Curr Opin Psychol. 2018 Nov 19;28:92-101

(9) Kurth F, Cherbuin N, Luders E. Promising Links between Meditation and Reduced (Brain) Aging: An Attempt to Bridge Some Gaps between the Alleged Fountain of Youth and the Youth of the Field. Front Psychol. 2017 May 30;8:860

(10) Kaliman P. Epigenetics and meditation. Curr Opin Psychol. 2018 Nov 22;28:76-80

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